Bundesliga 2006/07, 2. Spieltag
16:09 - 39. Spielminute

Tor 0:1
Sanogo
Linksschuss
Vorbereitung Trochowski
HSV

16:11 - 40. Spielminute

Gelbe Karte
Jarolim
HSV

16:33 - 46. Spielminute

Spielerwechsel (Cottbus)
Gunkel
für Shao
Cottbus

16:38 - 51. Spielminute

Gelbe Karte
Sanogo
HSV

16:39 - 52. Spielminute

Gelbe Karte
Rost
Cottbus

16:46 - 56. Spielminute

Tor 1:1
V. Munteanu
Handelfmeter,
Linksschuss
Cottbus

16:47 - 59. Spielminute

Spielerwechsel (HSV)
Lauth
für Guerrero
HSV

16:57 - 69. Spielminute

Tor 2:1
Se. Radu
Linksschuss
Vorbereitung Gunkel
Cottbus

17:00 - 72. Spielminute

Tor 2:2
Ziebig
Eigentor, Kopfball
Vorbereitung van der Vaart
HSV

17:02 - 75. Spielminute

Spielerwechsel (HSV)
Wicky
für Trochowski
HSV

17:09 - 81. Spielminute

Rote Karte
Demel
HSV

17:10 - 82. Spielminute

Spielerwechsel (Cottbus)
Baumgart
für Kukielka
Cottbus

17:18 - 90. Spielminute

Spielerwechsel (HSV)
Laas
für van der Vaart
HSV

FCE

HSV

Sanogo trifft auch im zweiten Spiel

Cottbus erkämpft einen Punkt gegen den HSV

Radu jubelt über die Cottbuser Führung

Radus Torjubel nach dem zwischenzeitlichen Führungs-Treffer für Cottbus gegen den HSV. dpa

Nach dem unglücklichen 0:2 in Mönchengladbach stellte Energie-Coach Petrik Sander sein Team zur Heimpremiere auf drei Positionen um. Für Szelesi, Sidney und den Gelb-Rot-gesperrten Aidoo begannen der zuletzt gesperrte da Silva, Mitreski und Ziebig. Beim 1:1 gegen Bielefeld stotterte der HSV-Motor noch ein wenig. Trainer Thomas Doll versuchte mit Trochowski und Klingbeil für die verletzten Kompany und Atouba eine offensivere Ausrichtung im Team. Dafür rückte Demel in die Abwehr. Gesprächsstoff lieferte natürlich der angedachte Verkauf von Boulahrouz an Chelsea.

Beide Mannschaften begannen die Partie sehr verhalten und vorsichtig. Während die Abwehrreihen gut standen und energisch zu Werke gingen, kamen die Offensiv-Künstler auf beiden Seiten nicht richtig ins Spiel.

Zu einem ersten Aufreger kam es erst in der 13. Minute, als Mahdavikia den Ball im Mittelfeld an Munteanu verlor. Der nahm das Leder auf und flankte von links auf den freien Shao am zweiten Pfosten. Der Chinese drückte den Ball zwar über die Torlinie, wurde aber zu Recht wegen Abseits zurückgepfiffen.

Spielberichte und Vorschau

Erst nach 20 Minuten meldete sich der HSV in der Offensive, doch Cottbus' Keeper Piplica konnte einen gefährlich angeschnittenen van der Vaart-Freistoß sicher von der Linie fausten.

Doch auch diese beiden Chancen waren kein Weckruf für beide Teams. Das Spiel plätscherte ereignislos vor sich hin, ehe zwei Standard-Situationen die Zuschauer von den Sitzen holten. Zunächst köpfte Shao eine Ecke von Munteanu auf das HSV-Tor, wo Jarolim für seinen bereits geschlagenen Keeper klären konnte (31.) Fast das gleiche Bild in der 37. Minute auf der Gegenseite. Dort schlug Küntzel einen Kopfball von Reinhardt nach van der Vaart-Ecke von der Linie.

Eher überraschend fiel die Führung für den HSV in der 39. Minute. Der bis dahin blasse Sanogo zog aus 20 Metern ab und ließ Piplica im Cottbuser Tor mit einem platzierten Schuss in den rechten Torwinkel keine Chance.

Cottbus versuchte noch vor der Pause zu antworten, doch ein Flachschuss von Küntzel strich knapp am Hamburger Tor vorbei (42.).

Petrik Sander brachte nach der Pause auf Cottbuser Seite Gunkel für Shao um mehr Druck auf die HSV-Abwehr auszuüben. Der Schachzug sollte sich schnell auszahlen. Cottbus erspielte sich ein immer größeres Übergewicht.

Fast zwangsläufig kamen die Lausitzer zum Ausgleich. Gunkel brachte in der 54. Minute eine Ecke vor das Hamburger Tor. Zunächst versuchte es da Silva per Kopf, wurde aber geblockt. Kukielka kam an den Abpraller und schoss sofort. Jarolim klärte auf der Torlinie mit der Hand und Schiedsrichter Perl entschied nach eingehender Beratung mit seinen Assistenten auf Strafstoß, aber nicht auf eine Rote Karte für Jarolim. Muntenanu verwandelte den Elfmeter humorlos in die rechte Ecke. Für Kirschstein im HSV-Tor gab es nichts zu halten.

Energie setzte nach und wurde in der 69. Minute beloht. Gunkel setzte auf der rechten Strafraumseite Radu ein. Der tanzte noch Reinhardt aus und überwand den bereits am Boden liegenden Kirschstein aus spitzem Winkel zum Führungstreffer.

Der HSV zeigte sich jedoch keineswegs geschockt, sondern antwortete sofort mit wütenden Angriffen. Cottbus' Keeper Piplica musste gegen einen Fernschuss von van der Vaart alles riskieren, konnte den Ball jedoch zur Ecke lenken. Diesen Eckball unterlief der Torwart jedoch, so dass Ziebig bedrängt von de Jong am zweiten Pfosten den Ball ins eigene Tor bugsierte (72.).

Danach begann eine hektische Schlussphase, deren Höhepunkt in der 81. Minute erreicht war. Nach einem Rempler von da Silva gegen Sanogo kam es in der Cottbuser Hälfte zu einer echten Rudel-Bildung, in deren Folge Demel mit der Roten Karte des Feldes verwiesen wurde. Daraufhin zog sich der HSV weiter zurück, gestattete den Cottbusern keine große Torchance mehr und brachte wenigstens den einen Punkt unter Dach und Fach.

Spieler des Spiels

Vlad Munteanu Mittelfeld

2,5
Spielnote

3,5
Tore und Karten

0:1 Sanogo (39', Linksschuss, Trochowski)

1:1 V. Munteanu (56', Handelfmeter, Linksschuss)

2:1 Se. Radu (69', Linksschuss, Gunkel)

2:2 Ziebig (72', Eigentor, Kopfball, van der Vaart)

Cottbus

Piplica 4,5 - V. da Silva 4, McKenna 3,5, Mitreski 3,5, Ziebig 4 - Rost 4 , Kukielka 4 , Küntzel 4, V. Munteanu 2,5 - Shao 3,5 , Se. Radu 3

HSV

Kirschstein 3 - Mahdavikia 5, Reinhardt 4, Demel 5 , Klingbeil 4 - de Jong 3, Jarolim 4 , Trochowski 4,5 , van der Vaart 4,5 - Sanogo 3 , Guerrero 5,5

Schiedsrichter-Team

Günter Perl Pullach

5
Spielinfo

Stadion

Stadion der Freundschaft

Zuschauer

21.000

Aufsteiger Cottbus ist mit dem Punktgewinn endgültig wieder in der Bundesliga angekommen, wenngleich das Unentschieden zu Hause zu wenig ist, wenn man sich den Klassenerhalt vor allem in den Heimspielen sichern will. Der HSV konnte auch im zweiten Spiel der neuen Saison nicht an die guten Vorstellungen der Vorsaison anknüpfen und musste sich erneut mit einem Punkt begnügen. Wenigstens können sich die Hamburger an diesem Wochenende über viele Millionen Euro aus dem Verkauf von Boulahrouz freuen.