Gladbachs Neuzugang erfüllt die hohen Erwartungen

"Naturgewalt" Lainer: Mini-Break sorgt für volle Akkus

Stefan Lainer

Glänzte für Österreich als Torschütze in der EM-Quali: Stefan Lainer. imago images

Zur Qualifikation des österreichischen Teams für die EM-Endrunde trug Stefan Lainer beim 2:1 gegen Nord-Mazedonien einen wichtigen Teil bei - und ein Tor. Bei der zweiten Partie in Lettland (0:1) musste er dann nicht mehr ran, sondern durfte, ganz ungewöhnlich, mal drei freie Tage am Stück genießen.

Gegen Augsburg hatte sich der dynamische Verteidiger eine Sprunggelenksverletzung zugezogen, ansonsten seit Sommer praktisch alle Spiele mitgemacht bei der Borussia. Drum kam die kleine Unterbrechung sehr gerufen für Lainer, der am Mittwoch als erster Gladbacher Nationalspieler wieder ins Mannschaftstraining zurückgekehrt war.

"Meine Akkus sind wieder voll, und ich fühle mich richtig gut", bestätigte der Österreicher, den Gladbachs Kultkeeper Wolfgang Kleff in seiner Art zu spielen schon mit Berti Vogts verglich. Auch Lainer sei "ein Beißer, der nie aufgibt, wie Vogts, und überdies auf dem besten Weg, der neue Publikumsliebling zu werden".

Er marschiert ohne Ende, man kriegt ihn nicht klein.

Trainer Marco Rose über Stefan Lainer

In der Tat hat Lainer die hohen Erwartungen bisher mehr als erfüllt als unermüdlicher Antreiber auf der rechten Seite, ist zudem dank seiner Aggressivität und mit gutem Stellungsspiel enorm wichtig für die Stabilität der Defensive.

Als "Naturgewalt" bezeichnete ihn Borussias Trainer Marco Rose, der Lainer quasi aus Salzburg mitbrachte, als "richtig guten Fußballer mit einer unfassbaren Mentalität. Er marschiert ohne Ende, man kriegt ihn nicht klein."

Diesen Eindruck bestätigte Lainer nachhaltig und ist natürlich auch beim Aufsteiger Union Berlin am Samstag fest eingeplant im Gladbacher Team. Erst recht, weil seine Akkus nun wieder richtig voll sind.

Oliver Bitter

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