Wie in der echten Bundesliga

Gladbach auch in der VBL auf dem ersten Tabellenplatz

Es läuft aktuell bei den Gladbachern.

Es läuft aktuell bei den Gladbachern. Borussia-E-Sport

Borussia Mönchengladbach ist virtuell und auf dem echten Rasen die Nummer eins. Während man in der Bundesliga momentan vier Punkte vor RB Leipzig steht, ist der Abstand zum Tabellenzweiten in der Virtual Bundesliga Club Championship schon etwas dünner. Ein Zähler trennt die Fohlen vom Zweitplatzierten Bayer 04 Leverkusen. Borussia-E-Sports zeigt nach sechs Spieltagen, dass man oben mitspielen kann - im wahrsten Sinne des Wortes. Trotz der guten Ausgangslage behält man beim Verein jedoch die Ruhe. Andreas Cüppers ist als Abteilungsleiter Digitale Entwicklung für das Thema eSports bei Borussia Mönchengladbach verantwortlich. Wir haben bei ihm nachgefragt, wie er die Situation momentan einstuft und ob er mit so einem guten Start gerechnet hat.

Eine schöne Momentaufnahme

"Es ist zu einem frühen Zeitpunkt der Saison eine schöne Momentaufnahme und wird unseren Spielern sicherlich zusätzliches Selbstvertrauen geben. Aber damit rechnen kann man angesichts der Ausgeglichenheit der Liga und angesichts der Tatsache, dass es pro Spieltag bis zu neun Punkte zu gewinnen gibt, nicht. Da wird sich Woche für Woche einiges in der Tabelle verschieben."

Innerhalb von sechs Spieltagen gab es vier unterschiedliche Tabellenführer. Also ja, es wird sich vermutlich noch einiges in der Tabelle tun. Unabhängig davon hofft man bei Borussia-E-Sports aber auch auf eine gute Position am Ende der VBL-Saison. Ein wichtiger Bestandteil dafür wird, wie in der letzten Saison, das 2vs2 werden. Teams, die das beherrschen, holten im Wettbewerb meistens die wichtigen Punkte, denn in diesen Partien entscheidet sich oftmals, an wen der Tagessieg geht. Das weiß auch Cüppers wenn es um eine Einschätzung geht, wo man am Ende der Saison stehen könnte.

"Ich denke schon, und das haben die ersten sechs Spieltage gezeigt, dass wir erneut ein starkes Team haben, das sich auch im 2v2 immer besser einspielt. Deshalb halte ich eine Platzierung im Bereich der ersten sechs Plätze und damit die erneute direkte Qualifikation für das Grand Final für realistisch." Trotzdem, ein konkretes Mindestziel möchte Cüppers eigentlich nicht ausgeben. "Wir haben, wie in der vergangenen Saison, kein konkretes sportliches Ziel ausgegeben. Wir sind in der Premierensaison damit sehr gut gefahren und werden das auch in dieser Saison so handhaben und uns auf jedes einzelne Spiel bestmöglich vorbereiten", erklärt Borussias Abteilungsleiter für Digitale Entwicklung und kommt dann doch nicht daran vorbei, zumindest ein Etappenziel auszugeben: "Eine Qualifikation für die Play-offs, sprich eine Platzierung unter den ersten 16 Teams, sollte aber bei aller Zurückhaltung das Mindestziel sein."

Sportlicher Erfolg schön, aber nicht zwingend

Der sportliche Erfolg sei aber nicht der Schwerpunkt. Man würde in erster Linie Wert darauf setzen, "die Spieler weiterzuentwickeln - sowohl sportlich, als auch persönlich". Und auch bei der Borussia sind Marketingaspekte im Spiel, wie es Cüppers andeutet und es auch bei vielen Teams in der VBL als wichtiger Faktor ausgegeben wird: "Wenn uns das gelingt und wir das vor allem kommunikativ im Sinne unserer vielfältigen Partnerschaften begleiten, sind unsere Erwartungen vollends erfüllt." Denn - und das habe Cüppers mittlerweile gelernt - sportlich sei bei den FIFA-Spielern auch viel von der Tagesform "und auch einiges von Zufällen bzw. Glück abhängig".

Wenn das den Fohlen weiterhin so treu zur Seite steht, wird die Saison für alle möglicherweise erfolgreicher als gedacht.

Nicole Lange

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