Bundesliga

Casteels im Tor, Schlager im Kader

Wolfsburg vor dem Auswärtsspiel in Frankfurt

Casteels im Tor, Schlager im Kader

Steht zumindest wieder im Wolfsburger Kader: Xaver Schlager

Wolfsburgs Xaver Schlager steht im VfL-Gastspiel bei Eintracht zumindest wieder im Kader. imago images

Es war ein außergewöhnlich schneller Genesungsprozess. Keine drei Monate nach seinem Knöchelbruch am 3. Spieltag ist Xaver Schlager zurück. Der Österreicher, der am Dienstag ein internes Testspiel über 60 Minuten ohne Probleme absolvieren konnte, reist mit dem VfL Wolfsburg am Freitag nach Frankfurt. "Er wird im Kader sein", bestätigt Trainer Oliver Glasner, der die positive Herangehensweise seines Spielers in den vergangenen Monaten lobt.

Schon kurz nach der schweren Verletzung hatte sich der 21-Jährige eigenständig um Therapeuten in der Heimat bemüht, um möglichst schnell wieder auf die Beine zu kommen. "Die ganze Kette", freut sich Glasner, "ist optimal verlaufen." Und so steht Schlager, der blendend in die Saison gestartet war und für das Pressing- und Umschaltspiel des neuen Trainers ein wichtiger Faktor sein soll, ab sofort wieder zur Verfügung. Wenn auch noch nicht sofort in der Startelf. "Das", so Glasner, "kommt zu früh."

Ohnehin muss der Trainer die Erwartungen an den Mittelfeldspieler erst einmal etwas bremsen. "Ich habe wenig Erwartungen nach der Pause, ich möchte sein Engagement einfach belohnen. Aber er hat schon gezeigt, nicht nur hier in Wolfsburg, sondern auch in Salzburg oder der österreichischen Nationalmannschaft, dass er wertvoll für seine Mannschaften ist. Das wird er auch für uns wieder."

Schon einen Schritt weiter als Schlager ist Koen Casteels. Der Torwart, der sich ebenfalls Ende August gegen Paderborn einen Haarriss im Wadenbein zugezogen hatte, wird in Frankfurt wieder zwischen die Pfosten zurückkehren und Pavao Pervan ablösen. Und auch Admir Mehmedi winkt nach mehrwöchiger Auszeit wegen eines Muskelfaserrisses im Oberschenkel ein Startelfeinsatz. Yunus Malli hingegen, der in der Liga bislang ohnehin nicht zum Einsatz kam, muss wegen eines Hexenschusses passen.

"Nichts schönzureden", aber Glasner bewertet Entwicklung positiv

Und so geht es für den VfL bei der Eintracht darum, mit verändertem Aufgebot zurückzukehren in die Erfolgsspur. Glasner spricht nach vier Niederlagen und sieben sieglosen Spielen in Serie schonungslos von einem "großen Negativlauf, ich brauche nichts schönzureden". Jedoch: So kritisch er mit den Ergebnissen umgeht, so positiv bewertet er die Entwicklung seiner Mannschaft. Zumindest in Teilaspekten. So sei seine Mannschaft zuletzt gegen Leverkusen (0:2) "ebenbürtig" gewesen, es fehle insgesamt nicht viel. In Sachen Engagement mangelt es beim VfL ohnehin nicht: Mit 239 Sprints pro Spiel ist die Glasner-Mannschaft führend in der Liga. Jedoch: Spielerisch fehlte zuletzt noch einiges. Das soll sich nun rasch wieder ändern.

Thomas Hiete

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