Vier Neuaufnahmen in die "Hall of Fame des deutschen Sports"

Goldene Sportpyramide 2019 geht an Franziska van Almsick

Franziska van Almsick mit der Auszeichnung

Die Preisträgerin: Franziska van Almsick. picture alliance

Sie wurde am Donnerstag zudem in die "Hall of Fame des deutschen Sports" aufgenommen. Ebenfalls einen Platz in diesem Forum bekamen die ehemalige Eisschnellläuferin Gunda Niemann-Stirnemann, der Monoskifahrer Martin Braxenthaler und der Sportfunktionär Walther Tröger.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) ehrte van Almsick in seiner Laudatio sowohl für ihre sportlichen Leistungen als auch für ihr gesellschaftliches Engagement. "Sie sind eines der größten Idole der deutschen Sportgeschichte", sagte er in Berlin. Die 41-Jährige habe sich in den ersten Jahren der deutschen Einheit in die Herzen der Menschen in Ost- und Westdeutschland geschwommen.

Der ehemalige Schwimmstar nutzte die Verleihung für einen persönlichen Appell: Sie wünsche sich, dass Fairplay und Miteinander wieder mehr in den Mittelpunkt rückten - "im Sport und der Gesellschaft". Van Almsick kündigte an, das Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro zu verdreifachen, um damit unter anderem Athleten auf dem Weg zu Olympia zu unterstützen.

Die Berlinerin gewann in ihrer Karriere zehn Olympia-Medaillen sowie zwei WM- und 18 EM-Titel. Insgesamt stand sie bei internationalen Großereignissen 43 Mal auf dem Treppchen und stellte sechs Weltrekorde auf. Heute setzt sich die zweifache Mutter unter anderem mit ihrer eigenen Stiftung dafür ein, dass Grundschüler das Schwimmen lernen.

Die Goldene Sportpyramide wird seit 2000 verliehen. Ausgezeichnet werden Persönlichkeiten des Sports, die sich auch im gesellschaftlichen und beruflichen Bereich besonders engagieren. Zu den Preisträgern der vergangenen Jahre zählen Steffi Graf, Franz Beckenbauer und Rosi Mittermaier. Alle bisherigen Preisträger finden Sie hier.

dpa