Vor der richtungsweisenden Partie gegen Preußen Münster

FSV Zwickau blamiert sich im Landespokal

FSV Zwickau-Trainer Joe Enochs an der Seitenlinie-

Will mit seiner Mannschaft langfristig über dem Strich bleiben: Joe Enochs. imago images

In den letzten fünf Ligaspielen schaffte der Drittligist es lediglich einmal als Gewinner (beim 3:0 Heimsieg gegen Bayern II) vom Platz zu gehen. Sollte ihnen das im Duell gegen die Münsteraner erneut gelingen, könnten sich die Enochs-Schützlinge ein gutes Polster auf die Abstiegsplätze verschaffen. Wenn nicht, müssten sie ihren Blick weiterhin nach unten richten.

Das will der FSV zwingend vermeiden. Schließlich will man das Saisonziel, den Klassenerhalt, nicht weiter gefährden. Das erste haben die Rot-Weißen durch den Ausrutscher gegen die Leipziger verpasst. Und damit auch den erstmaligen Gewinn des Sachsenpokals. Die Zwickauer wollten nach der Final-Niederlage im Mai dieses Jahres beim Chemnitzer FC in dieser Saison den Pokal gewinnen. Daraus wird nun nichts mehr.

Wahrscheinlich nichts mehr wird es erneut auch mit der Qualifikation für den DFB-Pokal. Diese wäre durch den Gewinn des Landespokals möglich gewesen. Zwar kann der Drittligist den DFB-Pokal noch erreichen, aber dafür müsste er am Saisonende mindestens Vierter werden. Ein nicht unmögliches, aber doch eher wenig realistisches Szenario. Nebenbei hätten die Zwickauer zusätzlich hohe Einnahmen kassiert, die sie sehr gut gebrauchen hätten können.

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Wachsmuth kritisiert die Terminierung

Das Team geht also mit schweren Knochen und einer Blamage in das Kellerduell (Platz 14 gegen 19). Denn Zwickau musste binnen vier Tagen zweimal im Landespokal antreten. "Die Terminierung ist unglücklich gewesen", kritisierte Sportchef Toni Wachsmuth. Während Münster die komplette Woche zur Verfügung hatte, um sich vorzubereiten, mussten die Sachsen 180 Pflichtspielminuten absolvieren.

Nach dem Spiel äußerte sich Coach Enochs zu der Niederlage am MDR-Mikrofon wie folgt: "Wir waren heute nicht in der Lage, unsere Torchancen zu nutzen. Ich ärgere mich, weil ich weiß, dass wir das Spiel mit einer normalen Form hätten gewinnen können. Wir sind eine gute Mannschaft, wenn wir unsere Leistung auf den Platz kriegen, das ist uns heute nicht gelungen. So kommt so eine Niederlage zustande." Trotz der enttäuschenden Leistung seiner Mannschaft werde der Amerikaner sie "jetzt aber nicht auseinandernehmen".

Zeit, der Niederlage hinterherzutrauern, gibt es ohnehin nicht. Denn zwischen der Pleite und dem enorm wichtigen Ligaspiel liegen nur drei Tage. Gegen den Tabellen-19 Münster wird Enochs sicher auch wieder auf Stürmer Ronny König und Mittelfeldspezialist Morris Schröter bauen, die im Pokal noch geschont worden waren.

kon