FA erhebt Anklage gegen ehemaligen Nationaltrainer

Rassistische Wortwahl? Sampson wieder im Fokus

Mark Sampson

Hat nun zwei Wochen Zeit, um zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen: Mark Sampson. imago images

Sampson betreut den englischen Viertligisten FC Stevenage seit Anfang September. Kurz nach seiner Amtsübernahme hatte ein ehemaliges Mitglied des Trainerteams die FA kontaktiert und sich über Sampson beschwert: Der 37-Jährige habe sich im persönlichen Gespräch mit ihm rassistisch geäußert - offenbar über einen potenziellen Neuzugang.

Auch wenn der FC Stevenage daraufhin eine Stellungnahme veröffentlichte, der zufolge es "keine Grundlage" für die Vorwürfe gebe, nahm die FA Mitte September Ermittlungen auf - die nun in die Anklage mündeten. Bis zum 6. Dezember erhält der Waliser die Gelegenheit, gegenüber dem Verband Stellung zu den Vorwürfen zu nehmen.

Schon 2017 "unbedachte Versuche, lustig zu sein"

2015 führte Sampson die englische Frauen-Nationalmannschaft zum dritten Platz bei der Weltmeisterschaft. Sein Abgang zwei Jahre später geriet aber umso ungebührlicher: Die FA trennte sich aufgrund "unangemessenem und inakzeptablem" Verhalten gegenüber Spielerinnen in der Akademie von Bristol City - was erst in seiner Zeit als Nationaltrainer ans Tageslicht gelangte.

Daraufhin meldeten sich die Nationalspielerinnen Eniola Aluko und Drew Spence zu Wort, in deren Richtung Sampson sich während seiner Amtszeit ebenfalls im Ton vergriffen hatte. "Unbedachte Versuche, lustig zu sein", urteilte die FA damals und entschuldigte sich bei den Spielerinnen. Die folgende Phase nannte Sampson in einem Interview mit "The Times" als die "schwierigste Zeit meines Lebens".

Auch unter Nachfolger Phil Neville kehrte keine Ruhe ein, wegen eines älteren Tweets wurden Sexismusvorwürfe laut, der ehemalige Nationalspieler entschuldigte sich öffentlich.

pab