Eishockey

Panarin: Wenn der "Breadman" zweimal klingelt

NHL: Ottawa gewinnt kanadisches Duell in Montreal

Panarin: Wenn der "Breadman" zweimal klingelt

Artemi Panarin

Doppelpacker: Rangers-Stürmer Artemi Panarin baute seine persönliche Punkteserie auf zwölf Spiele aus. imago images

Mangelndes Engagement war den Capitals am Mittwochabend (Ortszeit) im altehrwürdigen Madison Square Garden wahrlich nicht vorzuwerfen: Nach zwei Dritteln hatte Washington drei Latten-Treffer und ein Schuss-Plus von 24:19 vorzuweisen. Doch auf der Anzeigetafel stand aus Sicht der Caps ein 0:1. Schuld daran war zum einen Rangers-Goalie Henrik Lundqvist (insgesamt 30 Saves, 96,8 Prozent Fangquote) und Artemi Panarin. Der 28-jährige Russe, der in Anlehnung an die Bäckerei-Kette "Panera Bread" auch "Breadman" genannt wird, war im Powerplay zur Stelle. Jeweils zu Beginn des ersten und zweiten Drittels wurde Panarin von Rookie Kaapo Kakko am linken Bullykreis gefunden und tütete einen Doppelpack ein (22., 44.). Damit baute er seine persönliche Punkteserie auf zwölf Spiele aus (sieben Tore, zwölf Assists).

Danach erhöhte Pavel Buchnevich auf 3:0 (45.). Nach Washingtons Ehrentreffer von Evgeny Kuznetsov (48., im Powerplay) antwortete New York durch Brett Howden (54.). Das 4:1 bedeutete bereits den 454. NHL-Sieg für Lundqvist. "King Henrik" oder auch "Hank", wie der 37-jährige Routinier genannt wird, zieht in dieser Wertung mit Curtis Joseph gleich und steht mit ihm auf Rang fünf der Allzeit-Wertung. Nur noch 30 Siege fehlen, um auch Ed Belfour auf Platz vier einzuholen. "Es ist eine Ehre in dieser Gesellschaft zu sein", sagte der Schwede. "Hier sind so viele großartige Torhüter, viele von ihnen waren Inspirationen für mich. In den letzten zwei Jahren hat es länger gedauert, um Siege zu bekommen, ich muss einfach weiterkämpfen. Mir bedeutet das viel. Ich bin stolz auf mich."

National Hockey League - Woche 8
New York Rangers - Vereinsdaten

Gründungsdatum

15.05.1926

Vereinsfarben

Blau-Rot-Weiß

Montreal Canadiens - Vereinsdaten

Gründungsdatum

04.12.1909

Vereinsfarben

Rot-Weiß-Blau

Ottawa Senators - Vereinsdaten

Gründungsdatum

16.12.1991

Vereinsfarben

Rot-Schwarz-Gold-Weiß

Washington Capitals - Vereinsdaten

Gründungsdatum

11.06.1974

Vereinsfarben

Rot-Blau-Weiß

Tkachuk entscheidet das Spiel in der Overtime

In der zweiten Partie des Abends verloren die Montreal Canadiens das kanadische Duell gegen die Ottawa Senators mit 1:2 n.V. Den besseren Start erwischten die Habs (26:14 Schüsse nach zwei Dritteln), die Gäste-Torwart Craig Anderson (35 Saves, 97,2 Prozent Fangquote) zu beschäftigen wussten. Im Powerplay herrschte dann ein großes Durcheinander vor dem Sens-Tor. Phillip Danault aber behielt die Übersicht und spielte Nick Suzuki frei, der ins halbleere Tor einschob (21.). Die Freude im Centre Bell aber hielt nicht lange an. Ottawas Tyler Ennis zog vom rechten Bullykreis ab - vor dem Tor lenkte Jean-Gabriel Pageau den Puck ins Ziel (30.). Es war bereits der zehnte Treffer von "JG" Pageau im Monat November - kein anderer Spieler erzielte in diesem Zeitraum mehr Tore.

In der Overtime ließ Chris Tierney die Scheibe an der blauen Linie für Brady Tkachuk abtropfen, der bereits in der neutralen Zone Fahrt aufgenommen hatte. Der enteilte 20-Jährige tauchte frei vor Carey Price (22 Saves, 91,7 Prozent Fangquote) auf und tunnelte den Habs-Goalie mit einem Vorhand-Rückhand-Move (61.). "Er ist einer der besten Torhüter der Liga, wenn nicht sogar der beste. Es ist also definitiv etwas, an das ich mich erinnern werde", freute sich der Siegtorschütze. "Er hatte viel Geschwindigkeit und macht eine ziemlich gute Bewegung", lobte Montreals Torwart. Die Freude über den Sieg im kanadischen Prestige-Duell war bei den Senators entsprechend groß: "Es war ein großes Duell zweier Rivalen. Das Spiel hat Spaß gemacht, eine großartige Atmosphäre und ich denke, jeder wollte sich in diesem Derby zeigen", so Pageau.

NHL-Ergebnisse vom Mittwoch, dem 20. November 2019:

Montreal Canadiens - Ottawa Senators 1:2 n.V.
New York Rangers - Washington Capitals 4:1

Christian Rupp