Was passiert wäre, hätte Deutschland alle Spiele verloren

Der Irrsinn der EM-Qualifikation in einem Fakt

Joachim Löw

Joachim Löws Elf hat sich mit sieben Siegen für die EM qualifiziert - es wäre aber auch anders gegangen. imago images

Zwölf EURO-Gastgeber und politische Restriktionen, die neue Nations League und reformierte Play-offs: Dass es kompliziert werden würde, die 24 Teilnehmer für die EM 2020 zu finden, war schon früh klar. Inzwischen zeigt sich aber auch, wie sportlich fragwürdig das ganze Prozedere der UEFA ist.

Der Irrsinn in einem Fakt: Hätte die deutsche Nationalmannschaft alle vier Nations-League- und alle acht EM-Qualifikationsspiele verloren, hätte sie immer noch gute Chancen, bei der EM dabei zu sein. Zwei Siege in den Play-offs gegen Kaliber wie Bulgarien, Ungarn oder Island würden dafür genügen.

EM-Quali-Ergebnisse wie San Marino? Kein Problem!

Für die Play-offs sollten sich eigentlich die jeweils vier Gruppensieger der vier Nations-League-Ligen A, B, C und D qualifizieren. Doch weil die EM inzwischen auf 24 Teams aufgebläht ist und deshalb vor allem in den Ligen A und B zahlreiche Nationen bereits über die reguläre Qualifikation ihr EM-Ticket buchten, rücken andere in die Play-offs nach.

Und das führt dazu, dass Liga-A-Mitglieder wie Deutschland (oder auch Frankreich, Island, Kroatien...) selbst dann noch in den Play-offs dabei gewesen wären, wenn sie erst in ihrer Nations League Letzter geworden wären und dann à la San Marino oder Gibraltar alle EM-Quali-Spiele verloren hätten.

Vor der WM 2022 werden Play-off-Tickets auch über die Nations League vergeben

Und das Beste: Im September beschloss die UEFA, die Nations-League-Ligen A und B von jeweils zwölf auf 16 Mannschaften zu erweitern. Deutschland und die anderen Absteiger sind deshalb noch erstklassig, wenn die Nations League im Herbst 2020 wieder beginnt. Dann geht es auch um die Play-offs für die WM 2022 in Katar.

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jpe

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