Nationalelf

Löws Freude über Gnabry, Goretzka, Hector & Co.

DFB-Team beendet Länderspieljahr 2019 erhobenen Hauptes

Löws Freude über Gnabry, Goretzka, Hector & Co.

Serge Gnabry, Joachim Löw (re.)

Handshake: Der dreifache Torschütze Serge Gnabry und Bundestrainer Joachim Löw (re.). Getty Images

"Es hat Spaß gemacht heute, zumal wir unser Spiel auch noch durchgezogen haben, als wir schon zwei oder drei Tore Vorsprung hatten. Das war vorher ein bisschen das Thema gewesen, nachdem wir zum Beispiel gegen Holland nach zwei Toren Vorsprung in diesem Jahr das Spiel nicht konsequent zu Ende gespielt hatten. Wir haben heute in der Abschlusssitzung gesagt, dass wir im letzten Spiel, auch wenn wir schon qualifiziert sind, einen guten Abschluss haben, uns viel bewegen und Spielfreude zeigen wollen. Das hat die Mannschaft wirklich sehr gut umgesetzt", freute sich Joachim Löw nach der Partie bei "RTL".

Löw: Viel Lob für Hector, Goretzka - und natürlich Gnabry

Der Bundestrainer war umso angetaner von seinem Team, da die Partie aufgrund eines frühen Gegentores zunächst alles andere als perfekt begonnen hatte. "Wir haben uns nicht beeindrucken lassen, obwohl es in der ersten Hälfte auch nicht ganz einfach war, da sich die Nordiren teilweise mit neun Mann am eigenen Strafraum verschanzt hatten", konstatierte Löw.

Spielersteckbrief Hector

Hector Jonas

Spielersteckbrief Gnabry

Gnabry Serge

Spielersteckbrief Goretzka

Goretzka Leon

Trainersteckbrief Löw

Löw Joachim

Vor allem drei Spieler fielen beim klaren Sieg in Frankfurt auf: Zum einen Jonas Hector, der in der ersten Hälfte auf der linken Seite für enorme Unruhe in der nordirischen Defensive sorgte und der die beiden ersten deutschen Treffer per Assist einleitete. "Er hat ein sehr gutes Spiel gemacht", meinte Löw, der besonders die "vielen intelligenten Laufwege" des Kölners hervorhob. Zum anderen auch Leon Goretzka, der das DFB-Team - auf Zuspiel Hectors - kurz vor der Pause in Führung brachte. "Er hat jetzt in beiden Spielen getroffen, obwohl er zuvor eine ganze Weile verletzt war. Er ist ein torgefährlicher Mittelfeldspieler, der vorne mit rein geht, das macht ihn unberechenbar - und so etwas wünscht man sich", meinte Löw.

Gnabry vom Gerede über Umbruch genervt

Und da war ja auch noch Serge Gnabry, der gleich drei Tore erzielte und somit auf die herausragende Bilanz von 13 Treffern in seinen ersten 13 Länderspielen kommt. "Serge hat eine unglaubliche Qualität, er spielt auch mit, kommt entgegen und schafft Räume. Und er ist im Abschluss eiskalt", so Löw. Gnabry selbst findet wiederum viel Gefallen an der Position im Sturmzentrum, auf der er im Nationalteam abermals eingesetzt wurde: "Ich spiele gerne vorne drin, es macht Spaß und hat auch in der Jugend schon gut geklappt."

Die derzeitigen Diskussionen um das Personal und Leistungsvermögen des DFB-Teams sorgen dagegen für weniger Gegenliebe beim 24-jährigen Münchner. "Es ist etwas nervig, dauernd von einem Umbruch zu sprechen. Wir haben auch schon das Jahr über sehr guten Fußball gezeigt, haben es aber oft nicht geschafft, das auch nach Hause zu bringen. Dies ist uns jetzt am Ende schon besser gelungen", befand Gnabry, der im Hinblick auf die EM 2020 anfügt: "Wir gehen selbstbewusst in das Turnier."

jom

Bilder zur Partie Deutschland - Nordirland