Bundesliga

Sven Bender: "Eine ganz knackige Phase"

Bayer vor Schlüsselspielen gegen Freiburg und Moskau

Sven Bender: "Eine ganz knackige Phase"

Sieht die Verfolgerrolle positiv: Leverkusens Sven Bender.

Sieht die Verfolgerrolle positiv: Leverkusens Sven Bender. imago images

Freiburg, Moskau und danach München. Erst die Partie gegen den Tabellenvierten. Am Ende die gegen den Tabellendritten. Und zwischendrin die bei Lokomotive Moskau, in der es um Bayers letzte Chance geht, europäisch zu überwintern. Bei einer Niederlage ist selbst das Minimalziel Europa League nicht mehr erreichbar. Es ist eine Woche der Wahrheit für Bayer 04.

Bender: "Wenn wir dabeibleiben wollen, müssen wir gewinnen"

Sven Bender richtet den Fokus ausschließlich auf das Wochenende und weiß, dass die Werkself als Tabellenachter dann liefern muss. "Ich sehe nur den Samstag. Freiburg ist drei Punkte vor uns. Wenn wir da weiter dabeibleiben wollen, müssen wir das Spiel gewinnen", erklärt der Abwehrchef ohne Umschweife, "so einen Auswärtssieg wie in Wolfsburg müssen wir halt auch vergolden und die nächsten drei Punkte zuhause einfahren."

Obwohl die Breisgauer vor Leverkusen rangieren, sind die Rollen in umgekehrter Reihenfolge verteilt. Dennoch warnt Bender vor der Streich-Truppe: "Es haben schon einige in dieser Saison gedacht, dass das kleine Freiburg herkommt. Ich halte von dieser Sichtweise nicht viel. Die Saison zeigt, wie eng es zugeht und du nichts im Vorbeigehen machst. Vor allem nicht gegen Freiburg."

Bayer steht womöglich am Scheideweg. National wie international. In der Bundesliga ist das Ziel klar: "Die Tabelle wurde so ein bisschen in zwei Hälften geteilt", analysiert Bender, "wenn du selbst dein Spiel gewinnst, bleibst du bei den ganz oberen Mannschaften dabei. Das ist unser Ziel."

Bender: "Dann bist du im nächsten Spiel sofort unter Druck"

Gegen Freiburg muss Bayer gewinnen, um nicht im nächsten Ligaspiel in München Gefahr zu laufen, den Anschluss zu verlieren. Für die Partie in Moskau gilt dasselbe, wenn man das Achtelfinale in der Königsklasse noch erreichen möchte. Es sind Big-Point-Spiele. "Eins steht schon mal fest", sagt der Innenverteidiger, "solche Spiele hast du nur, die ganze Saison. Gewinnst du, spielst du selbstbewusst und bleibst in einer guten Position. Erlaubst du dir einen Ausrutscher, verändert sich sofort alles. Dann bist du im nächsten Spiel sofort unter Druck."

Bayer muss jetzt durchstarten. "Das wird nochmal eine ganz, ganz knackige Phase. Nach jetzt schon sehr vielen Spielen wissen wir, dass entscheidende Spiele vor uns liegen. Das geht schon am Samstag los", betont Bender, der Leverkusen weiterhin als aussichtsreich einschätzt. "Ich sehe das internationale Geschäft als Ziel. Da liegen wir positionsmäßig etwas dahinter, aber wir sind mittendrin statt nur dabei", sagt er und erklärt zur Aufgabe, das noch dichte Feld von Platz 8 aus aufzurollen: "Diese Rolle ein bisschen dahinter haben wir in den vergangenen Jahren immer wieder eingenommen. Ich glaube aber auch, dass uns diese Rolle auch ganz gut lag. Ich hoffe, dieses Jahr ist es wieder so. Dann nimmt alles ein sehr, sehr gutes Ende." Der Anfang dafür muss am Samstag gegen Freiburg gemacht werden.

Stephan von Nocks

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