Traditioneller Rundkurs als Höhepunkt der Rundfahrt

Deutschland-Tour endet in Nürnberg - Degenkolbs Wunsch

Strahlende Gesichter: John Degenkolb und Co. bei der Vorstellung von Nürnberg als Zielort

Strahlende Gesichter: John Degenkolb (links) und Co. bei der Vorstellung von Nürnberg als Zielort. kicker

Eine Streckenführung für die dritte Auflage des vom Tour-de-France-Veranstalter ASO organisierten Rennens gibt es zwar noch nicht, doch der Zielort steht mit Nürnberg fest. Dabei ist es den Veranstaltern wichtig, die Fans mit ins Boot zu holen, Vorschläge für den Streckenverlauf können online eingereicht werden. Zur weiteren Kursführung vom 20. bis zum 23. August 2020 ist allerdings bis auf den Zielort noch nichts bekannt.

Projektleiter Matthias Pietsch lässt aber durchblicken, dass es am letzten Tag keine Flachetappe sein wird. "Wir wollen es den Fahrern nicht allzu einfach machen." Fabian Wegmann geht von rund 180 Kilometern aus. "Der Weg nach Nürnberg bietet uns das ideale Terrain für ein spannendes Finale. Das wellige Profil in Franken ist nicht zu schwer, aber trotzdem anspruchsvoll", so der Sportliche Leiter der Deutschland Tour.

Degenkolb: "Drei bis vier Runden sollten es schon sein"

Klar ist, dass es am Ende in Nürnberg noch ein paar Runden auf dem Altstadtring geben wird. "Drei bis vier Runden sollten es schon sein", forderte John Degenkolb, der gleich um die Ecke in Weißenburg aufgewachsen ist, bei der Pressekonferenz im Nürnberger Rathaus. Nicht nur die Fans vor Ort werden bei den vier Etappen in den Genuss des Rennens kommen, die Rundfahrt wird auch in der ARD übertragen werden.

Appell von Degenkolb und Schillinger

Die beiden anwesenden Profis Degenkolb und Andreas Schillinger appellierten an die Fans, die Fahrer vor Ort zu unterstützen. Warum? "Bei uns ist für die Zuschauer immer alles offen und man kann sich alles anschauen", erzählt Schillinger von seinen eigenen Kindheitserinnerungen an das traditionelle Altstadtrennen, das es mangels Sponsoren nicht mehr gibt. "Das gibt es in wenigen Sportarten, dass man so nah am Geschehen dran ist", sagt der Fahrer von Bora-Hansgrohe. "Es war damals so und ist auch heute noch so, dass die kleinen Kids an den Bus kommen, nach einer Flasche oder einem Verpflegungsbeutel fragen und sich eine Unterschrift holen", ergänzt Degenkolb. So sei er damals beim Radsport gelandet.

Anmeldung für Jedermannrennen eröffnet

Doch nicht nur die Profis werden in Franken gefordert sein, am gleichen Tag dürfen sich die Jedermänner auf der Altstadtrunde messen. Ab sofort läuft die Anmeldung, die Veranstalter rechnen mit mehr als 3000 Hobbyfahrern, die sich zwischen zwei unterschiedlich langen Strecken entscheiden müssen.

tru