Tennis

Zverev: "Das sollte die Mentalität von uns jungen Spielern sein"

Des Hamburgers klare Forderung an sich selbst

Zverev: "Das sollte die Mentalität von uns jungen Spielern sein"

Roger Federer (l.), Alexander Zverev

Roger Federer (l.) und Alexander Zverev bestreiten Showmatches in Südamerika. imago images

"Dieses Jahr war nicht das Beste für mich. Das Ende des Jahres war trotzdem relativ gut und ich hoffe, dass ich darauf fürs nächste Jahr aufbauen kann", so Zverev nach der Halbfinalniederlage gegen Dominic Thiem bei den ATP-Finals in London.

Mit der 5:7, 3:6-Niederlage am vergangenen Samstag beendete der Österreicher somit nicht nur Zverevs Hoffnungen auf die Titelverteidigung, sondern auch dessen offizielles Tennisjahr. Denn während der Davis-Cup-Finalwoche vom 18. - 24. November ist Deutschlands Spitzenspieler auf Südamerika-Reise und bestreitet dort Showmatches gegen Roger Federer.

Bei seinem Aufenthalt in Buenos Aires äußerte sich der Weltranglistensiebte mit eindringlichen Worten und setzt bei einem angestrebten Grand-Slam-Titel nicht auf das Karriere-Aus von Roger Federer, Rafael Nadal oder Novak Djokovic: "Wenn ich einen Grand Slam gewinne, will ich der beste Spieler der Welt sein und nicht gewinnen, weil sie aufgehört haben. Das sollte die Mentalität von uns jungen Spielern sein."

Wenn ich einen Grand Slam gewinne, will ich der beste Spieler der Welt sein.

Alexander Zverev

Auch Federer weiß, dass es "von Jahr zu Jahr immer schwerer wird, die Grand Slams unter den Big Three zu verteilen" und fuhr fort: "Es würde mich nicht überraschen, neue Champions zu sehen." Der Schweizer könnte sich sogar vorstellen, dass "die Zeit der jungen Spieler vielleicht schon nächstes Jahr kommen wird".

In London schieden Federer und Zverev im Halbfinale aus, Nadal und Djokovic scheiterten bereits in der Gruppenphase. Den Titel gewann der Grieche Stefanos Tsitsipas im Finale gegen Dominic Thiem.

Koepfer oder Kohlschreiber: Wer ersetzt Zverev im Davis Cup?

Einen Einsatz im Davis Cup hatte Zverev abgesagt. Somit muss Teamchef Michael Kohlmann nun entscheiden, wer am Mittwoch (11 Uhr) gegen Argentinien neben Jan-Lennard Struff im zweiten Einzel antreten wird. Infrage kommen Philipp Kohlschreiber sowie Debütant Dominik Koepfer. "Alle haben sehr gut trainiert und sind fit", sagte Kohlmann, der seine Spieler erst 80 Minuten vor der Partie bekanntgeben muss. Argentinien gewann bereits am Dienstag seine eigene Auftaktpartie gegen Chile, der Sieg stand bereits nach den Einzeln fest.

caz