Bundesliga

Schalke 04: Noch mehr Rückenwind für Kabak

Durchbruch auf Schalke und Länderspiel-Debüt

Noch mehr Rückenwind für Kabak

Ozan Kabak hat einen Lauf: Schalkes zweimaliger Torschütze feierte sein Debüt in der türkischen Nationalmannschaft.

Ozan Kabak hat einen Lauf: Schalkes zweimaliger Torschütze feierte sein Debüt in der türkischen Nationalmannschaft. imago images

Der Schalker Königstransfer, für 15 Millionen vom Absteiger VfB Stuttgart nach Gelsenkirchen gewechselt, entwickelte in seinen ersten Tagen bei seinem neuen Arbeitgeber eine Menge Pech. Gleich am dritten Trainingstag zog er sich eine komplizierte Fußverletzung zu und musste sich erst mal hinten anstellen.

Dann wiederum profitierte der Ex-Stuttgarter von der Verletzung des Kollegen Benjamin Stambouli; David Wagner entschied sich für Kabak als Vertreter in der Innenverteidigung - und der türkische Nationalspieler lieferte.

Kabak steht beim Debüt 90 Minuten auf dem Platz

Mit starken Vorstellungen hat er sich inzwischen in der Startelf festgespielt und wird gewiss auch am Samstag in Bremen zur ersten Besetzung der Königsblauen gehören. Erst recht, weil er am Sonntag sein Debüt in der türkischen Nationalelf feierte und beim 2:0 über Andorra 90 Minuten für das türkische Team auf dem Platz stand. Prima für die Stimmung, gut für das Selbstvertrauen. Und mit Kabak feierte auch der Schalker Mannschaftskollege Ahmed Kutucu sein Debüt in der türkischen A-Auswahl.

Kabak: "So kann es gerne weitergehen"

Es läuft also wie geschmiert für Kabak, der beim 3:3 gegen Düsseldorf jüngst zum zweiten Mal zu den Schalker Torschützen gehörte. "Es wird jeden Tag besser", findet der 19-Jährige, "die Verständigung, das ganze Drumherum, alles in Ordnung. So kann es gerne weitergehen."

Wagners Bauchschmerzen

Spielt Matija Nastasic oder eben Kabak? Diese Frage stellte sich Trainer David Wagner vor dem Pokalspiel in Bielefeld nach der Stambouli-Verletzung. Der Schalker Trainer entschied sich für Kabak und lag damit goldrichtig, "trotz einiger Bauchschmerzen", wie Wagner nach dem Kabak-Debüt zugab: "Er hat schließlich nach fünf Monaten das erste Mal wieder ein Pflichtspiel von Anfang an bestritten, deshalb waren wir nicht so ganz entspannt."

Vor allem wegen Kaderplaner Michael Reschke, den er aus der gemeinsamen Stuttgarter Zeit kannte, war Kabak trotz vieler anderer Angebote im Sommer zu den Königsblauen gewechselt. Als "eines der größten Abwehrtalente in diesem Alter in Europa" schätzt Wagner den Youngster ein, der nicht nur durch seine reine Abwehrarbeit, sondern auch durch mutigen Spielaufbau glänzt.

Das zeigt er inzwischen auch auf Schalke. Und ist nach schleppendem Start inzwischen eine Bank in der Abwehr der Königsblauen.

Oliver Bitter

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