Landes eSport Zentrum in Planung

Halbe Million Euro: Schleswig-Holstein fördert eSport

In Schleswig-Holstein wird eSport vom Innenministerium gefördert.

In Schleswig-Holstein wird eSport vom Innenministerium gefördert. pixabay

Das Land Schleswig-Holstein wird konkret, was die Förderung und den Ausbau von eSport angeht. In einer Landtagssitzung Ende vergangener Woche wurde die junge Sportart thematisiert und Fördermittel bestätigt. Der Plan soll "Sportvereine ermuntern und befähigen eSport-Abteilungen oder Sparten zu gründen." Dazu will man im ersten Schritt Übungsleiterausbildungen unterstützen, um Kompetenz in die Vereine zu bringen. eSport erhöhe darüber hinaus die Beteiligung junger Menschen in Vereinen und mache sie so mit weiteren Sportarten vertraut. Außerdem würden sie so zu ehrenamtlichem Engagement bewegt.

Eine Idee, die durchaus Hand und Fuß hat. Ist ein gamingaffiner Jugendlicher im Verein, kommt er in soziale Strukturen und vielleicht auch auf die Idee, sich zusätzlich zum Zocken körperlich zu betätigen.

Über eine halbe Million Fördermittel

Darüber hinaus will das Innenministerium die Vereinsheime zu sogenannten "Digitalen Knotenpunkten" machen, sofern das möglich sei. Dafür stehen, laut des Berichts des Innenministers Hans-Joachim Grote, rund 490.000 Euro zur Förderung für eSport und Gaming zu Verfügung. Die Vereine müssen allerdings offenbar selbst aktiv werden, 19 Förderanträge lägen bereits vor, sagte Grote weiter. Sie beträfen im Wesentlichen die Einrichtung und den Aufbau von Strukturen, berichtet der "Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag". Zusätzlich werden auch Mittel aus dem Investitionsprogramm "Impuls" bereitgestellt, das die Infrastruktur des Bundeslandes verbessern soll. 150.000 Euro sollen hier fließen.

Das Regierungsbündnis aus CDU, Grünen und FDP befürwortet darüber hinaus "insbesondere den Aufbau einer eSport Akademie in Heide sowie eines 'Landes-eSport-Zentrums' in Kiel." Bereits im Februar hatte die Landesregierung eine Kooperation zwischen der Stadt Kiel und dem eSport Bund Deutschland (ESBD) angekündigt, um ein solches Zentrum zu bauen. "Gemeinsam möchten wir einen zentralen Anlaufpunkt für nachhaltiges eSport-Training einrichten und einen Raum für eSport-Events in der Landeshauptstadt aufbauen, um dadurch auch im eSport konkrete Begegnungs- und Sozialräume zu schaffen", sagte Innen-Staatssekretärin Kristina Herbst damals.

Holm Kräusche