Brasilianer wartet noch auf seinen ersten Saisontreffer

Raffael zurück, aber weiter als Joker

Zurück auf dem Platz: Mönchengladbachs Brasilianer Raffael.

Zurück auf dem Platz: Mönchengladbachs Brasilianer Raffael. imago images

Seit Sommer 2013 trägt der Brasilianer das Borussen-Trikot. In dieser Zeit hat Raffael wichtige, spektakuläre und vor allem viele Tore für die Fohlen geschossen, 71 in insgesamt 196 Pflichtspielen. In dieser Saison steht noch die Null. Für die Schlagzeilen sorgen Marcus Thuram, Alassane Plea, Breel Embolo und Patrick Herrmann, die für 20 der 30 Gladbacher Pflichtspieltreffer verantwortlich zeichnen. Um Raffael dagegen ist es merklich ruhiger geworden. Er verbucht bislang vier Kurzeinsätze in der Bundesliga mit der frühesten Einwechslung in der 74. Minute (beim 1:3 gegen RB Leipzig). In der Europa League kam er zweimal von der Bank, auch da fehlte er bisher in einer Anfangsformation.

Es war abzusehen, dass Raffael, mittlerweile 34 Jahre alt, in dieser Saison der jüngeren Garde den Vortritt lassen muss. Ein Thuram oder Embolo passen besser zum aggressiven, physischen Pressing-Fußball unter Marco Rose. Trotzdem weiß der Trainer natürlich um Raffaels Qualitäten, die besonders gegen tiefstehende Gegner gefragt sind. Wenn es darum geht, spielerische Lösungen zu finden. Wenn auch mal ein Geniestreich her muss, um ein Bollwerk aufzubrechen. Nach den Einwechslungen sei von Raffael "immer etwas Gewinnbringendes gekommen", sagte Rose Anfang Oktober. Dann jedoch fiel der Supertechniker aus - eine Adduktorenverletzung.

Nun kann Rose wieder auf Raffael bauen. Im Geheimtest gegen den Drittligisten KFC Uerdingen (1:1) in der vergangenen Woche feierte Raffael seine Rückkehr auf den Platz, 45 Minuten waren wieder drin. Rose freut's, denn für den Jahresendspurt steht ihm eine Offensivoption mehr zur Verfügung. Allerdings ist klar: An Raffaels Jokerrolle ändert sich zunächst einmal nichts.

Jan Lustig

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