Nachfolger für Beierlorzer und Veh gefunden

Neues Führungsduo: 1. FC Köln setzt auf Gisdol und Heldt

Markus Gisdol

Zurück in der Bundesliga: Markus Gisdol übernimmt das Traineramt in Köln. imago images

Neun Tage nach der Entlassung von Achim Beierlorzer (51) im Anschluss an das unglückliche 1:2 gegen Hoffenheim, der achten Niederlage im elften Saisonspiel, hat der FC einen neuen Trainer gefunden.

Wie der kicker bereits berichtet hatte, soll Markus Gisdol den Aufsteiger in der Bundesliga halten. Der 50-Jährige unterschrieb einen Vertrag bis Sommer 2021. Gisdol war zuletzt von September 2016 bis Januar 2018 als Cheftrainer beim Hamburger SV tätig, nachdem er zuvor zweieinhalb Jahre die TSG Hoffenheim betreut hatte.

"Markus stand von Anfang an auf der Liste"

"Markus stand von Anfang an auf meiner Liste der Trainer, denen ich absolut zutraue, unsere Mannschaft zu stabilisieren und mit ihr die nötigen Siege zu holen", erklärte Frank Aehlig, der Leiter der FC-Lizenzspielerabteilung. "Markus ist ein erfahrener Trainer und hat bei seinen bisherigen Stationen bewiesen, dass er einer Mannschaft in einer solchen Situation helfen und die richtigen Impulse setzen kann. Er ist stressresistent und kennt das unruhige Umfeld eines großen Traditionsvereins aus seiner Hamburger Zeit. Zugleich hat er sowohl im Profi- als auch im Nachwuchsbereich gezeigt, dass er Spieler und Mannschaften entwickeln kann."

Köln sei eine Top-Adresse im deutschen Fußball, meinte der neue FC-Trainer selbst: "Die aktuelle Situation ist nicht leicht, aber ich kenne Herausforderungen dieser Art sehr gut und bin total überzeugt, dass wir auch diese meistern können."

Der FC ist für mich nicht irgendein Job. Ich kehre zu dem Verein zurück, bei dem ich Profi wurde und mit dem mich nach zehn gemeinsamen Jahren sehr viel verbindet.

Horst Heldt

Auch einen neuen Sportchef haben die Kölner gefunden: Horst Heldt kehrt zum FC zurück, für den er als Profi 151 Bundesliga-Partien bestritt, und tritt die Nachfolge von Armin Veh an, der den Posten unmittelbar nach der Niederlage gegen Hoffenheim frei gemacht hatte. Auch Heldt unterschrieb beim FC einen Vertrag bis Sommer 2021.

"Der FC ist für mich nicht irgendein Job. Ich kehre zu dem Verein zurück, bei dem ich Profi wurde und mit dem mich nach zehn gemeinsamen Jahren sehr viel verbindet", sagte Heldt. "Die Situation ist nicht einfach, aber sie ist auch nicht so schlecht, wie es momentan manchmal dargestellt wird."

Als heißer Kandidat für den Sportchef-Posten war auch Erik Stoffelshaus (48, zuletzt Lokomotive Moskau) gehandelt worden. Am Ende machte nun aber doch Heldt das Rennen, der in gleicher Funktion schon beim VfB Stuttgart und dem FC Schalke 04 tätig war.

Horst Heldt

Zurück auf der Bundesliga-Bühne: Horst Heldt. imago images

"Wir haben uns bei der Besetzung der sportlichen Leitung die nötige Zeit genommen und nun die richtigen Leute gefunden, die über die Rückendeckung des Klubs verfügen. In unserer aktuellen Situation benötigen wir einen Sport-Geschäftsführer mit Erfahrung, der nicht nur die Liga, sondern auch den 1. FC Köln und sein Umfeld kennt und sich mit dieser Aufgabe voll identifiziert", erklärte FC-Präsident Werner Wolf: "All dies trifft auf Horst Heldt zu. Er hat bei seinen bisherigen Managerstationen bewiesen, dass er Kader planen, Teams führen und sich auf wechselnde Gegebenheiten einstellen kann."

Zuletzt - von März 2017 bis April 2019 - arbeitete Heldt als Manager von Hannover 96. In dieser Phase gab es auch Spekulationen über einen Wechsel Heldts in die Domstadt, im November 2017 gab es konkrete Gespräche zwischen 96 und dem FC. Weil die Vereinsführung der Niedersachsen unter Martin Kind allerdings keine Freigabe erteilte, wurden die Verhandlungen abgebrochen - und Veh erhielt den Zuschlag.

Wie damals Veh kommt auch Heldt in einer tabellarisch brisanten Lage nach Köln. Der FC steht nach elf Spieltagen auf dem vorletzten Tabellenplatz und hat unter Ex-Trainer Achim Beierlorzer lediglich zwei Siege und ein Remis einfahren können.

mkr/bst/ski

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