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NFL: Julian Edelman mit Touchdown-Pass bei Patriots-Sieg

NFL, Week 11: Patriots marschieren, Rams hoffen

Edelman vertritt Brady - Comeback-Sieg für San Francisco

Julian Edelman

Sorgte für den einzigen Touchdown-Pass der Patriots: Wide Receiver Julian Edelman. imago images

Philadelphia Eagles - New England Patriots 10:17

Die einen bringen nicht viel zustande, die anderen machen nicht mehr als unbedingt nötig - das war die Kurzzusammenfassung der Neuauflage von Super Bowl 52. Obwohl die Philadelphia Eagles gegen die New England Patriots den besseren Start erwischt und schnell mit 10:0 geführt hatten, darin enthalten ein 95-Yard-Touchdown-Drive, ging gegen den amtierenden Titelverteidiger nicht viel zusammen. Die letzten 42 Minuten der Partie im Lincoln Financial Field erzielte die Offense der Eagles keinen einzigen Punkt mehr.

Und die Patriots machten es eben so, wie sie es im Oktober und November machen - nämlich gerade so viel, dass es am Ende zum Sieg reicht. Tom Brady erwischte keinen besonders spektakulären Tag (26/47, 216 Yards), durfte sich aber bei einem ungewohnten Vertreter bedanken. Nach drei Field Goals in Abschnitt eins avancierte Receiver Julian Edelman im dritten Viertel zum Quarterback: Bei einem Trick-Play warf der Super-Bowl-MVP einen Touchdown-Pass auf Receiver-Kollege Phillip Dorsett - es war der einzige Touchdown der Patriots und zugleich der 17:10-Endstand. Die Patriots holen nach ihrer ersten Saisonniederlage (in Baltimore) also wieder einen Sieg und stehen bei 9:1, während die Eagles mit 5:5 zwar noch alle Chancen auf die Play-offs haben, jedoch mal wieder offensiv enttäuschten und in der kommenden Woche gegen die Seattle Seahawks unter Druck stehen.

San Francisco 49ers - Arizona Cardinals 36:26

Die richtige Antwort auf die erste Saisonpleite: Nach der Niederlage gegen die Seahawks haben sich die San Francisco 49ers im nächsten Division-Duell gegen die Arizona Cardinals zwar lange schwergetan, am Ende aber einen bemerkenswerten Comeback-Sieg gefeiert. Anfang des zweiten Viertels hatten die Gäste aus Glendale noch mit 16:0 geführt, dann aber drehten Jimmy Garoppolo & Co. auf und das Spiel kurz nach der Halbzeit.

Das junge Team der Cardinals um Nummer-eins-Pick Kyler Murray und Head-Coach-Neuling Kliff Kingsbury gab sich nicht geschlagen, vor allem die Defense trumpfte mit zwei Interceptions auf. Nach einem 22-Yard-Touchdown-Lauf von Murray im vierten Viertel blieben den Niners am Ende nur noch wenige Sekunden, doch Garoppolo (34/45, 424 Yards, 4 TD, 2 INT) nutzte sie und drehte das Spiel mit einem 25-Yard-Touchdown-Pass auf Jeff Wilson. Der 36:26-Endstand kam durch ein Fumble beim letzten Spielzug der Cardinals zustande. San Francisco führt die NFC West mit einer 9:1-Bilanz weiter vor den Seahawks (8:2) an.

Los Angeles Rams - Chicago Bears 17:7

Nach wie vor in Lauerstellung liegen die Los Angeles Rams, trotz einer dürftigen Performance im Sunday-Night-Game gegen die Chicago Bears. Weil die gegnerische Offense, und vor allem Bears-Quarterback Mitch Trubisky (24/43, 190 Yds, TD, INT), aber ziemlich verheerend agierte, holte sich der Super-Bowl-Verlierer am Ende seinen sechsten Saisonsieg (bei vier Niederlagen) und darf auf eine Play-off-Teilnahme hoffen.

Chicago, das nur noch theoretische Chancen auf die Postseason besitzt, steht vor einer sehr unruhigen Offseason. Aufgrund des letztjährigen Trades für Khalil Mack besitzen die Bears im kommenden Draft keinen Erstrundenpick. Außerdem wird mit ziemlicher Sicherheit die Besetzung der wichtigsten Position nochmal überdacht werden, Trubisky dürfte keinen neuen Vertrag erhalten.

mkr