U 21 besucht unter dem Motto #Herzzeigen Caritas-Werkstatt

Schlotterbeck: "Freue mich brutal auf das Spiel im eigenen Stadion"

Nico Schlotterbeck

Siegessicher: Nico Schlotterbeck vor dem EM-Qualifikationsspiel gegen Belgien. imago images

In einem Raum der erst vor kurzem eröffneten Freiburger Caritas-Werkstatt, die das U-21-Team unter dem Motto #Herzzeigen besuchte, hatten die Mitarbeiter ein Tipp-Spiel gestartet für das EM-Qualifikationsspiel gegen Belgien. Nur ganz wenige hatten es gewagt, gegen das DFB-Team zu wetten. Auch die Mannschaft wurde bei ihrem Rundgang dazu aufgefordert, sich zu beteiligen, woraufhin Trainer Stefan Kuntz sein Wunschergebnis 3:0 eintrug. Nico Schlotterbeck legte noch einen drauf und schrieb 5:0 auf die Tafel. "Das war ein bisschen spaßig gemeint", erklärt der Verteidiger vom SC Freiburg, "aber ich glaube, dass wir gewinnen".

Freiburg ist so fußballverrückt, da wird eine gute Stimmung sein.

Nico Schlotterbeck

Für Schlotterbeck wird es ein ganz besonderes Spiel. "Mit der Nationalmannschaft im eigenen Stadion zu spielen, da freue ich mich brutal drauf." Zumal es auch eine größere Unterstützung geben wird als sonst bei U-21-Spielen. 15.500 Tickets wurden bereits verkauft, nachdem auch die Nordtribüne mit den Stehplätzen durch eine Ausnahmegenehmigung der UEFA freigegeben wurde. "Freiburg ist so fußballverrückt, da wird eine gute Stimmung sein", verspricht Schlotterbeck seinen Teamkollegen und verrät, dass er als einziger SC-Spieler seinen Spind in der Kabine nicht räumen musste. Dass er nach drei Startelfeinsätzen zu Beginn der Saison zuletzt in der Bundesliga nur noch eingewechselt wurde, sieht er nicht als Nachteil an. "Das macht für mich keinen großen Unterschied, ich habe gut trainiert, und ich hoffe natürlich, am Sonntag zu spielen."

Schlotterbeck fleißiger Autogrammeschreiber

Darauf hoffen auch viele Mitarbeiter der Freiburger Caritas-Werkstatt für Menschen mit körperlicher oder mehrfacher Behinderung, die sich teilweise Deutschland-Trikots zu Ehren der Gäste angezogen hatten, viele auch SC-Trikots. Neben Stefan Kuntz war deshalb vor allem Nico Schlotterbeck gefragt, wenn es um Autogramm- und Fotowünsche ging. Rund anderthalb Stunden nahm sich das DFB-Team Zeit, ließ sich die verschiedenen Abteilungen zeigen, in in den unter anderem Dias und VHS-Kassetten digitalisiert oder Druckaufträge erledigt werden. Neben kurzen Gesprächen legten einige sogar noch selbst Hand an, zum Beispiel in der Korbflechterei, in der Adrian Fein und der nachnominierte Amos Pieper Fingerfertigkeit bewiesen.

"Vielen Dank, dass ihr uns gezeigt habt, was auch mit eingeschränkten Möglichkeiten alles machbar ist", sagte Kuntz, "und ihr habt uns auch gezeigt, wie gut es uns geht - wenn wir Sonntag gewinnen sollten, gehört dieser Sieg euch."

Daniela Frahm