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Die zweite Chance für Tokio 2020: Hojer und Flohé sind dabei

Olympisches Qualifikationsevent in Toulouse

Die zweite Chance für Tokio 2020: Hojer und Flohé sind dabei

Jan Hojer (li.) und Yannick Flohé

Ihr blickt geht über Toulouse nach Tokio: Jan Hojer (li.) und Yannick Flohé. DAV

Nachdem sich bereits jeweils sieben Athleten und Athletinnen bei der Weltmeisterschaft im Olympic-Combined-Modus im japanischen Hachioji für Olympia 2020 in Tokio qualifizieren konnten, steigt im französischen Toulouse nun eine weitere Möglichkeit, sich für die olympische Premiere im kommenden Sommer im Sportklettern zu qualifizieren. Vom 28. November bis zum 1. Dezember werden sechs weitere Tickets pro Geschlecht für Tokio 2020 vergeben.

Ausschlaggebend für die Teilnahme am so genannten Olympischen Qualifikationsevent war die Platzierung im Weltcup. Die besten 20 Damen und Herren in der Combined-Wertung (ohne die bereits über die WM qualifizierten) werden nach Frankreich reisen, um das Ticket für Tokio zu lösen.

Megos, Hojer & Co: Diese 14 Kletterer sind schon für Tokio 2020 qualifiziert

Mit von der Partie ist auch der Lead-Weltmeister Adam Ondra, der sich bei der WM in der Qualifikation zum Combined-Finale einen Patzer erlaubte und disqualifiziert wurde. So muss der 26-jährige Tscheche den Umweg über Toulouse machen - und darauf hoffen, dass er im Speedklettern eine ordentliche Performance hinlegt. Im Bouldern und Leadklettern dürfte seine Extraklasse ausreichen.

Um diese sechs Tickets kämpfen auch Jan Hojer und Yannick Flohé. Der 27-jährige Frechener sicherte sich gerade erst die deutsche Meisterschaft im Leadklettern in Hilden, wo er den 20-jährigen Flohé auf Platz drei verwies. Alexander Megos aus Erlangen hatte sich bereits bei der Combined-WM im August für Olympia qualifiziert. Von den deutschen Kletterinnen schaffte keine den Sprung noch Toulouse, so dass aller Voraussicht nach keine deutsche Frau des DAV dabei sein wird.

In Toulouse starten nun je 22 statt 20

In den nun vom internationalen Kletterverband (IFSC)veröffentlichten Listen stehen allerdings nicht jeweils 20 Athleten, sondern 22. Zuletzt gab es noch Unklarheiten zwischen IOC und IFSC bezüglich der Anzahl von Startern. Hintergrund: Japan als Gastgeberland der Olympischen Spiele hatte ein gesetztes Ticket. Neben dem sportlich qualifizierten WM-Sieger Tomoa Narasaki hätte der japanische Verband dieses gesetzte Ticket in einem internen Wettstreit unter den starken Kletterern des Landes ausfechten lassen wollen. Der IFSC ging davon aus, dass Kai Harada als nächstbester der WM-Finalist das zweite Ticket bekommen würde. Deshalb sind nun in Toulouse vier Japaner am Start, die Stand jetzt laut Reglement (nur zwei Athleten pro Nation und Geschlecht) keine Chance haben, sich für Tokio zu qualifizieren. Deshalb wurde die Startliste um zwei weitere Männer ergänzt.

Auch bei den Frauen wurde die Startliste für Toulouse um zwei Plätze erweitert, mit Akiyo Noguchi und Miho Nonaka sind ebenfalls schon zwei japanische Damen für Olympia qualifiziert. In Toulouse ist mit Ai Mori eine Japanerin am Start.

Das Starterfeld der Herren:

Adam Ondra (Tschechien), Kokoro Fujii (Japan), YuFei Pan (China), Jan Hojer (Deutschland, DAV Frankfurt), William Bosi (Großbritannien), Sascha Lehmann (Schweiz), Meichi Narasaki (Japan), Manuel Cornu (Frankreich), Rei Sugimoto (Japan), Nikolai Yarilovets (Russland), Jongwon Chon (Südkorea), Alberto Ginés Lopez (Spanien), Keita Dohi (Japan), Bassa Mawem (Frankreich), Yannick Flohé (Deutschland, DAV Aachen), Alfian Muhammad (Indonesian), Stefano Ghisolfi (Italien), Anze Peharc (Slowenien), Nathaniel Coleman (USA), Sean Bailey (USA) - mittlerweile mit IOC-Bestätigung: Jernej Kruder (Slowenien), Aleksei Rubtsov (Russland).

Das Starterfeld der Damen:

Lucka Rakovec (Slowenien), Yue Tong Zhang (China), Fanny Gibert (Frankreich), Jain Kim (Südkorea), Julia Chanourdie (Frankreich), Ai Mori (Japan), Mia Krampl (Slowenien), Futaba Ito (Japan), Kyra Condie (USA), Anouck Jaubert (Frankreich), Yi Ling Song (China), Sol Sa (Südkorea), Ashima Shiraishi (USA), Aries Susanti Rahayu (Indonesien), Ievgeniia Kazbekova (Ukraine), Laura Rogora (Italien), Alannah Yip (Kanada), Elnaz Rekabi (Iran), Aleksandra Kalucka (Polen), Margo Hayes (USA) - - mittlerweile mit IOC-Bestätigung: Sandra Lettner (Österreich), Iuliia Kaplina (Russland).

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bst