Franzose verzichtet auf die Tour

Nach Sagan: Auch Bardet debütiert 2020 beim Giro

Romain Bardet gilt im Peloton als einer der besten Bergfahrer.

Romain Bardet gilt im Peloton als einer der besten Bergfahrer. imago images

"Es ist für mich an der Zeit, neue Horizonte zu öffnen", wird Bardet auf der Website seines Teams Ag2r-LaMondiale zitiert. Die Saison 2020 wird für Bardet drei Höhepunkte bereithalten: "Er wird sich auf den Giro d'Italia, die Olympischen Spiele und die Weltmeisterschaften konzentrieren, deren Strecken seinen Qualitäten entsprechen", sagte Team-Manager Vincent Lavenu.

Zumindest für den Giro darf allerdings bezweifelt werden, ob der Streckenplan tatsächlich den Fähigkeiten Bardets entspricht. Zwar stehen in der letzten Rennwoche gleich fünf Bergankünfte auf dem Programm, allerdings finden im kommenden Jahr gleich drei Einzelzeitfahren statt. Und der Kampf gegen die Uhr ist die große Schwäche des nur 65 Kilogramm schweren Bergflohs. Regelmäßig ließ er in dieser Disziplin wertvolle Zeit auf seine Konkurrenten liegen.

Bardet: "Tour hat mir so viel gegeben"

Erstmals seit seinem Debüt im Jahr 2013 wird er dagegen bei der Tour de France fehlen. Die Entscheidung sei ihm nicht leichtgefallen, denn "die Tour hat mir so viel gegeben und ich liebe sie zutiefst", sagte Bardet. Der 29-Jährige hofft aber, als stärkerer Rennfahrer in den kommenden Jahren wieder zur Großen Schleife zurückzukehren.

Bardet gilt als einer der besten Bergfahrer im Peloton und wird in seiner Heimat Frankreich als potenzieller Toursieger gehandelt. Bereits zweimal schaffte er in Paris den Sprung auf das Podium, 2016 wurde er Zweiter, ein Jahr später Dritter. Im vergangenen Jahr holte er das Gepunktete Trikot als bester Bergfahrer.

Vor Bardet hatte bereits Peter Sagan sein Debüt beim Giro angekündigt. Allerdings wird der Slowake vom deutschen Team Bora-Hansgrohe anschließend auch die Tour de France bestreiten.

jer

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