Vertrag in Chemnitz vorzeitig aufgelöst

"Kind der Region": Sobotzik neuer Geschäftsführer in Offenbach

Thomas Sobotzik

Der neue Geschäftsführer von Kickers Offenbach: Thomas Sobotzik. imago images

"Auch, wenn ich hier nicht geboren bin, sehe ich mich als Kind der Region", startete der gebürtige Pole, der im Alter von zwölf Jahren aus Gleiwitz nach Frankfurt gekommen war, seine Ausführungen. Wieder in seiner Heimatregion arbeiten zu können und sich dem OFC, einem "Traditionsverein mit ruhmreicher Vergangenheit", anzuschließen, mache ihn sehr glücklich. Die Kickers, die in der Regionalliga Südwest nach 17 Spieltagen den zehnten Platz belegen (23 Punkte), will Sobotzik wieder nach vorne bringen. "Ich bin absolut davon überzeugt, dass mit Geschlossenheit in Offenbach einiges möglich ist und wir den eingeschlagenen Weg weiter gehen", so der 45-Jährige.

Für Interimstrainer Steven Keßler, der "für seinen Verein eine Aufgabe übernommen" hat, "um die er sich nicht gerissen hat", erbittet Sobotzik maximale Unterstützung. Beim Prozess der Trainerfindung ist der neue Geschäftsführer dementsprechend schon voll involviert, eine baldige Entscheidung werde es allerdings nicht geben: "Es ist noch verfrüht, ein konkretes Datum zu nennen, wann der neue Trainer vorgestellt wird."

Er hat klare Ziele, die zu unserer Vision von Kickers Offenbach passen.

OFC-Präsident Joachim Wagner

OFC-Präsident Joachim Wagner zeigte sich von Sobotzik "in vielen Gesprächen" sehr beeindruckt und hob dessen fachliche Fähigkeiten und Netzwerke besonders hervor. "Er hat klare Ziele, die zu unserer Vision von Kickers Offenbach passen", so der Unternehmer.

Bis Anfang September war Sobotzik noch Geschäftsführer beim Chemnitzer FC, legte sein Amt dort nach diversen Anfeindungen seitens Fangruppen und Unruhen im Verein freiwillig nieder und hat sich mit den Sachsen auf eine vorzeitige Auflösung seines Kontraktes geeinigt.

kög