3. Liga

KFC Uerdingen: Trainer Daniel Steuernagel findet Leistung seiner Mannschaft "überraschend"

Dem KFC fehlt die Konstanz

Steuernagel findet Leistung seiner Uerdinger "überraschend"

Die KFC Uerdingen-Trainer Daniel Steuernagel (links) und Stefan Reisinger im Gespräch.

Wollen am Fitnesszustand ihrer Mannschaft arbeiten: Daniel Steuernagel (links) und Stefan Reisinger. imago images

"Wir hatten viel zu große Abstände zwischen den Mannschaftsteilen und haben den FCK zu einfach ins Spiel kommen lassen", sagte der Coach nach der 0:3-Klatsche beim 1. FC Kaiserslautern. Dabei habe die gesamte Mannschaft nicht gut genug verteidigt. Das sei in der Partie gegen den MSV Duisburg noch anders gewesen. Im Duell gegen die Zebras hatte der 39-Jährige noch einiges Positives im Spiel seiner Mannschaft gesehen. Daher war es "nach den vergangenen Wochen überraschend, dass wir so einen Auftritt gezeigt hatten".

Für Außenverteidiger Alexander Bittroff war der Grund für die Niederlage hingegen klar. Er hatte vor allem an der Einstellung seiner Mannschaftskollegen etwas auszusetzen. "Die Wege, die man nach vorne macht, muss man auch nach hinten machen", gab er zum Abwehrverhalten zu verlauten. Dieses bezeichnete er kurz und knapp als "grausam".

Trainerwechsel bereits verpufft?

Der leichte Aufschwung, der mit der Amtsübernahme von Teamchef Stefan Reisinger und später Trainer Daniel Steuernagel zu spüren war, scheint schon wieder vorbei zu sein. Das Team tritt auf der Stelle. Im Moment stehen die Nordrhein-Westfalen auf Platz 15 in der Tabelle. Der Vorsprung auf den formstarken Tabellen-17. vom Chemnitzer FC (fünf Partien ohne Niederlage) beträgt nur vier Punkte. Auch die Lauterer stehen auf Rang 16 mittlerweile nur noch drei Punkte hinter den Steuernagel-Schützlingen.

Das Problem ist klar: Immer, wenn es nach Besserung aussieht, folgt die Ernüchterung. Eine anhaltend positive Entwicklung ist nicht zu erkennen. Die aktuell einzige Konstante bei den Krefeldern ist die Torarmut (nur 15 Treffer in 15 Spielen). Außerdem auffällig: Seit Januar konnte der KFC in der Liga nur ein einziges Mal zwei Spiele in Folge für sich entscheiden.

Trainingsplatz nicht bespielbar

Unglücklich gestalten sich derzeit auch die Trainingsbedingungen. Weil der Rasenplatz in der Grotenburg aufgrund starker Regenfälle aufgeweicht - und damit nicht bespielbar - ist, muss der KFC ausweichen. Doch hier wartet die nächste Schwierigkeit: Der Verein findet keinen geeigneten Rasenplatz, der in das Preisbudget passt. Die horrenden Summen, die man aufbringen müsste, um beispielsweise in Düsseldorf zu trainieren (mehr als 1000 Euro pro Trainingseinheit), seien laut der "Westdeutschen Zeitung" zu hoch. Daher wird vorläufig am Krefelder "Sprödentalplatz" geübt.

Die Voraussetzungen sind also nicht profigerecht. Reisinger möchte aber nicht klagen. Da der 38-Jährige und Steuernagel eine für die Liga nicht ausreichende konditionelle Verfassung ausgemacht haben, an der es zu arbeiten gilt, würde derzeit ohnehin viel im Athletikbereich trainiert werden. Daher sagte er: "Wir müssen es annehmen und hoffen, dass sich die Situation vielleicht in den kommenden Wochen entspannt."

kon