Bundesliga

Abwehrsorgen beim 1. FC Köln: Jorge Meré und Sebastiaan Bornauw müssen pausieren

Köln: Beide Innenverteidiger erleiden Muskelverletzungen

Große Abwehrsorgen: Meré und Bornauw müssen pausieren

Jorge Meré, Sebastiaan Bornauw

Fehlen Köln womöglich noch nach der Länderspielpause: Jorge Meré (2. von li.) und Sebastiaan Bornauw (2. von re.). imago images

Am Freitag bei der 1:2-Niederlage gegen die TSG 1899 Hoffenheim bildeten Jorge Meré (zentral) und Sebastiaan Bornauw (rechts) gemeinsam mit Rafael Czichos eine Dreier-Abwehrkette für den Aufsteiger. Doch diese Variante, die der Tabellenvorletzte am vergangenen Spieltag erstmals in diese Saison wählte, dürfte - zumindest in der genannten Zusammensetzung - beim nächsten Punktspiel der Kölner keine Wiederauflage erleben. Denn der spanische U-21-Europameiser Meré und der belgische U-21-Nationalspieler Bornauw haben vom Verein nicht näher definierte Muskelverletzungen erlitten.

Während Bornauw vorzeitig von der belgischen Nachwuchsauswahl lädiert nach Köln zurückkehrte, erwischte es Meré am Dienstagnachmittag im Training am Geißbockheim. Der Ausfall der beiden zentralen Abwehrspieler würde für den künftigen Trainer, der beim Auswärtsspiel in Leipzig in elf Tagen seinen Pflichtspieleinstand geben soll, ein durchaus bedeutendes Problem darstellen. Bei beiden Innenverteidigern ist wahrscheinlich - so war es zumindest nach gleichlautenden Meldungen des Klubs in der Vergangenheit - mindestens von einem Muskelfaserriss auszugehen. Eine Verletzung, die im Regelfall eine Ausfallzeit von mindestens zwei bis drei Wochen nach sich zieht.

Spielersteckbrief Jorge Meré

Meré Perez Jorge

Spielersteckbrief Bornauw

Bornauw Sebastiaan

Mit Sobiech und Höger in Leipzig?

So stünden den Kölner in Leipzig nur noch Czichos sowie Lasse Sobiech als gelernte Innenverteidiger zur Verfügung, wobei Letzterer in dieser Saison noch ohne jede Einsatzminute geblieben ist und aufgrund einer Muskelverletzung zuletzt Anfang Oktober beim 1:1 auf Schalke letztmals im Spieltagsaufgebot der Geißböcke stand.

Meré und Bornauw stellen nach Linksverteidiger Noah Katterbach, der in Düsseldorf einen Faserriss im Oberschenkel erlitten hatte, den zweiten und dritten Ausfall eines potenziellen Startelfspielers in der Abwehr dar. Das Thema Dreierkette wäre für das Leipzig-Spiel wohl gestorben: Bliebe doch nur noch die Option, Sechser Marco Höger, wie schon wiederholt praktiziert, in die Abwehrreihe zu beordern. Doch eine Formation mit Sobiech, Höger und Czichos wäre eine äußerst gewagte Variante gegen Leipzigs Turbo-Offensive.

Stephan von Nocks