2. Bundesliga

Hannovers schwierige Trainersuche

Situation beim Absteiger wird immer prekärer

Hannovers schwierige Trainersuche

96-Sportdirektor Jan Schlaudraff

Frostige Zeiten: 96-Sportdirektor Jan Schlaudraff. imago images

Nach der Absage von Alex Frei, der lieber als U-18-Coach beim FC Basel in der Schweiz bleibt, wurden die Karten bei den Niedersachsen neu gemischt. Zudem geht nach der Niederlage in Heidenheim und dem Absturz auf Platz 15 endgültig die Angst um. Der neue Trainer muss sich bei den Niedersachsen mit einer diffusen Situation auseinandersetzen. Der Kader, noch vom entlassenen Mirko Slomka und 96-Sportdirektor Jan Schlaudraff zusammengestellt, war eigentlich dazu berufen worden, den direkten Wiederaufstieg zu schaffen. Doch sind die Spieler auch bereit für den Abstiegskampf? Diese Frage wird sich der neue Coach zunächst stellen müssen.

Klar ist aber auch, dass die Suche möglichst schnell beendet sein sollte, um die Länderspielpause optimal nutzen zu können. Schlaudraff will trotzdem nichts überstürzen: "Wir müssen alle Paramater abklopfen. Am besten zwar so schnell wie möglich. Aber es muss auch alles passen."

Heute tagt der Aufsichtsrat und wird sich mit den verbliebenen Kandidaten beschäftigen. Neuer Vorsitzender ist Thomas R. Fischer, außerdem ist der ehemalige 96-Kapitän Bastian Hellberg neu im Sportausschuss des Aufsichtsrats. Doch wer wird am Ende übrigbleiben und Profi-Boss Martin Kind und Co. überzeugen?

Wer sind die Kandidaten?

Weiter im Rennen sind Alexander Zorniger (zuletzt Bröndby IF) oder auch Daniel Meyer (zuletzt Erzgebirge Aue). Bislang keinerlei Kontakt gab es mit ebenfalls gehandelten Marcel Rapp (derzeit bei Hoffenheims U 19). Der 40-Jährige wäre zwar der von Kind zuletzt noch geforderte "hungrige und frische Trainer" und hat mit Julian Nagelsmann zusammengearbeitet, doch seit dem Wochenende haben sich die Prioritäten womöglich nochmal verschoben.

Angesichts von nur noch einem Punkt Vorsprung auf den Relegationsplatz 16 wollen die Verantwortlichen wohl keine Experimente um jeden Preis mehr wagen, das Suchprofil wurde daher erweitert. Die Angst vor dem Absturz in die Drittklassigkeit ist bei 96 auf allen Ebenen angekommen. Doch wer verjagt das Schreckgespenst?

tru