Bundesliga

Latza: "Die Mannschaft muss sich vieles vorwerfen"

Mainz nach der Schwarz-Entlassung

Latza: "Die Mannschaft muss sich vieles vorwerfen"

Danny Latza

"Wir haben uns in diese Situation gebracht": Danny Latza. imago images

Um 10.18 Uhr kamen die Spieler aus den Katakomben des alten Stadions am Bruchweg, um danach ziemlich genau 90 Minuten zu trainieren: Warmmachen, Pass- und Taktikübungen, ein Spiel auf zwei Tore und am Ende viele Abschlüsse nach Flanken und aus der zweiten Reihe - das Ungewöhnliche an der Einheit unter grauem Himmel war vor allem, dass sie nicht von Sandro Schwarz geleitet wurde.

In der Kabine hatte dessen Co- und als Interims-Trainer temporärer Nachfolger Jan-Moritz Lichte bereits mit der Mannschaft gesprochen, auf dem Feld noch kurz im Kreis. Viele Spieler konnte er allerdings nicht erreichen, zehn sind bereits jetzt mit ihren Nationalmannschaften unterwegs, Jonathan Burkardt fährt im Laufe der Woche zur U 20. So standen nur 13 Feldspieler und drei Keeper auf dem Platz, beobachtet von rund 30 Zuschauern, etwa zur Hälfte Fans und Journalisten.

Bedrückt wirkte die Stimmung auf dem Platz nicht, nachdem es Sonntag "sehr emotional" zuging, wie Kapitän Danny Latza anschließend berichtete: "Natürlich hängt das noch ein bisschen nach, jeder wusste was er am Trainer hatte." Den Eindruck allerdings machten Teile des Teams am Ende nicht mehr. Nun aber, so Latza, müsse "es weitergehen". Klar ist aber auch für den 29-Jährigen: "Die Mannschaft muss sich vieles vorwerfen. Wir haben uns in diese Situation gebracht." Jetzt solle sich jeder "hinterfragen, ob er nicht mehr Prozente geben kann".

Patrick Kleinmann