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Klopp will besseren Videobeweis - Prominentes UEFA-Treffen

Worüber Guardiola, Tuchel & Co. diskutierten

Prominentes Trainer-Treffen: Klopp will besseren Videobeweis

Jürgen Klopp

Gesprächsbedarf: Jürgen Klopp am Rande des UEFA-Trainer-Meetings in Nyon. picture alliance

Keine 24 Stunden nach dem spektakulären Schlagabtausch ihrer Mannschaften in Liverpool haben sich Jürgen Klopp und Pep Guardiola schon wieder getroffen: Beide folgten am Montag der Einladung der UEFA nach Nyon, die sich beim Elitetrainer-Forum Sorgen und Anliegen der besten Coaches anhören wollte. "Das ist die einzige Gelegenheit, bei der wir mit den Toptrainern sprechen können", so UEFA-Vize-Generalsekretär Giorgio Marchetti.

Neben dem Liverpool- und ManCity-Trainer waren auch Carlo Ancelotti (Neapel), Unai Emery (Arsenal), Paulo Fonseca (AS Rom), Rudi Garcia (Lyon), Erik ten Hag (Ajax), Maurizio Sarri (Juventus), Thomas Tuchel (PSG), Zinedine Zidane (Real Madrid) sowie die momentan vereinslosen Massimiliano Allegri und Mircea Lucescu gekommen.

Guardiola wünscht sich mehr Klarheit bei der Handspielregel

Vor allem dem obersten UEFA-Schiedsrichterverantwortlichen Roberto Rosetti dürften sie bei dem Treffen einige Fragen gestellt haben. "Es ist klar, dass wir uns beim VAR, bei Handspiel und Abseits weiter verbessern müssen", sagte Klopp am Rande des Forums. Guardiola, der sich bei der 1:3-Niederlage mit Manchester City in Liverpool mehrfach benachteiligt gefühlt hatte, hatte am Sonntag die "großen Bosse" zu mehr Klarheit bei der Handspielregel aufgefordert und entsprechende Gespräche in Nyon angekündigt.

"Es gibt noch Dinge, an denen gefeilt werden muss", bilanzierte Marchetti nach dem Meeting am Montag zum Thema VAR. "Aber ich finde, wir müssen auf die positiven Aspekte des Systems schauen." Klopp, der am Sonntag Glück hatte, dass der Videoassistent vor Liverpools 1:0-Führung nicht eingriff, sieht es eher umgekehrt: "Es wird niemals 100 Prozent genau sein, das weiß jeder. Aber es gibt schon ein paar Dinge, die nicht passen." Die UEFA habe jedoch "gute Ideen" präsentiert, wie die behoben werden könnten. Konkreter wurde er nicht.

Ein zweites Anliegen setzte Klopp selbst auf die Agenda, es beschäftigt ihn schon seit Monaten: die Überlastung der Spieler. Ihm tue es "wirklich in der Seele weh", wenn er sehe, dass seine Profis nach dem Spiel gegen ManCity schon wieder zu ihren Nationalmannschaften müssten, hatte er am Sonntag bei "Sky" gesagt. "Das ist alles Wahnsinn", aber auf der Tagesordnung des Elitetrainer-Forums stehe "leider nichts davon, dass die Intensität für Spieler irgendwie besprochen wird. Ich muss das Thema wohl selber aufmachen." Und das tat Klopp offenbar - wobei Klubs und UEFA bei diesem Thema ohne die FIFA nur begrenzte Eingriffsmöglichkeiten haben dürften.

jpe