Verband kassiert Millionen - Halbfinale ausgelost

Spanischer Supercup ab Januar 2020 in Saudi-Arabien

Titelverteidiger: Im August 2018 gewann der FC Barcelona die bislang letzte Austragung des Supercups.

Titelverteidiger: Im August 2018 gewann der FC Barcelona die bislang letzte Austragung des Supercups. imago images

Dass der spanische Supercup ab dieser Saison als Viererturnier ausgetragen wird, stand bereits fest, jetzt ist auch offiziell, wo: Von 2020 bis 2022 wird der Sieger in Saudi-Arabien gesucht. Vom 8. bis 12. Januar 2020 spielen Meister FC Barcelona, Pokalsieger FC Valencia, der Vorjahreszweite Atletico Madrid und der Vorjahresdritte Real Madrid um den Titel.

Gespielt werden alle Partien im modernen King Abdullah Sports City Stadium in Dschidda, das 62.000 Zuschauer fasst. Die Auslosung am Montag ergab die Halbfinalpaarungen Valencia gegen Real und Barcelona gegen Atletico. Titelverteidiger ist Barça.

Das Projekt war vor allem wegen der Menschenrechtslage in Saudi-Arabien in den letzten Wochen und Monaten schwer umstritten, der finanzielle Vorteil steht indes außer Frage: Der spanische Verband RFEF kann mit Einnahmen von 40 Millionen Euro pro Veranstaltung rechnen, also mit 120 Millionen Euro bis 2022.

Vertraglich festgelegt wurde, dass Frauen zu den Spielen kostenlos Eintritt in die Stadien erhalten. Laut der Menschenrechtsorganisation "Amnesty International" werden Frauen in Saudi-Arabien systematisch diskriminiert. Der Verband verteidigt das Vorhaben als "Versuch, den Wandel im Land zu unterstützen". Fußball könne dabei helfen.

jpe/sid