2. Bundesliga

Schuster: "Vorfreude ist definitiv da"

Aue-Coach warnt vor "brandgefährlichen Standards"

Schuster: "Vorfreude ist definitiv da"

Dirk Schuster

Will aus Karlsruhe drei Punkte mitnehmen: Dirk Schuster, Trainer des FC Erzgebirge Aue. imago images

"Die Vorfreude ist definitiv da, weil ich eine relativ enge Bindung zu Stadt habe - da ich immer noch dort meinen Hauptwohnsitz habe", erläuterte Dirk Schuster auf der Pressekonferenz vor dem Montagabendspiel seine besondere Bindung zur Stadt Karlsruhe und dem KSC, für den der Veilchen-Coach zwischen 1991 und 1997 als Spieler aktiv war. Der 51-Jährige freue sich auf "eine reizvolle und schöne Aufgabe" und darauf "ein paar Hände zu schütteln". Zudem stellte er klar, dass sein "sportliches Wirken" in Karlsruhe "bereits einige Zeit zurückliege" und er mit seinem Team "gegen eine richtig gute Karlsruher Mannschaft" im Wildparkstadion "bestehen" will.

Besonders wichtig, damit das Unterfangen gelingt, wird laut dem Coach, den KSC bei ruhenden Bällen zu verteidigen. Schuster sagte, dass sein Team die "Kopfballspezialisten aus der hinteren Reihe, mit Pisot und Gordon, aber auch Hofmann und Fröde" im Auge behalten müsse, da diese den Aufsteiger bei "Standardsituationen extrem gefährlich" mache. Außerdem sieht der Trainer eine besondere Qualität in der Defensive der Gastgeber. "Der KSC ist eine Mannschaft, die so ein bisschen die zweite Liga verkörpert: Die erst einmal defensiv sehr gut arbeitet, dem Gegner wenige Chancen genehmigt, selbst schnell umschalten möchte - und darüber hinaus brandgefährlich bei Standards ist", analysierte er.

Spielersteckbrief Männel

Männel Martin

Trainersteckbrief Schuster

Schuster Dirk

Das gute Defensivverhalten des KSC, trägt laut Schuster klar die Handschrift seines Trainer-Kollegen: "Alois Schwartz macht einen wunderbaren Job. Er ist ein Trainer, seine bisherigen Stationen haben das auch gezeigt, der das Hauptaugenmerk auf defensive Stabilität legt. In einem Interview hat er gesagt, dass die Gegentore in den letzten Spielen zu viel waren - das unterstützt und unterstreicht dies ein bisschen. Er weiß, wie das Geschäft funktioniert und er weiß, wie man Punkte holen kann in der 2. Liga."

Ich bin der Meinung, mit 19 Punkten haben wir eine gute Basis, ein gutes Fundament und müssen uns nicht verstecken.

Dirk Schuster, Trainer von Erzgebirge Aue

Wie er die Punkte aus dem Wildpark nach Aue entführen will, wusste Schuster ebenfalls und hob hervor, dass seine Mannschaft sich in Karlsruhe selbstbewusst präsentieren kann: "Wir sind dort gefordert, eine kühlen Kopf zu bewahren, sauber Fußball zu spielen, in den Zweikämpfen richtig dagegen zu halten und mit Selbstvertrauen und einer breiten Brust aufzutreten. Ich bin der Meinung, mit 19 Punkten haben wir eine gute Basis, ein gutes Fundament und müssen uns nicht verstecken."

Aue-Keeper Martin Männel pflichtete seinem Trainer bei und erinnerte an die letzten - aus Aue-Sicht eher wenig erfolgreichen - Aufeinandertreffen im Wildpark: "Wenn ich mich recht entsinne, haben wir dort bis auf ein Unentschieden recht wenig geholt (drei Niederlagen; drei Unentschieden inklusive Relegation, Anm. d. Red.), dazu kommt noch ein Unentschieden in der Relegation - die Erinnerung daran ist noch relativ frisch." Der Schlussmann freute sich außerdem auf den bei den Fans eher unbeliebten Montagabendtermin: "Das Montagsspiel ist in der Bundesliga so bisschen verhasst und in der zweiten Liga ist es schon lange Tradition. Es ist so, dass zu dieser Spielzeit ganz Deutschland vor dem Fernseher hockt und sich dieses Spiel anschaut. Auch, wenn es auf dem Papier vielleicht nicht das attraktivste Duell ist."

fob