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Gold, Silber und Weltrekord für deutsches Trio

Para-WM in Dubai: Schäfer setzt sich durch

Gold, Silber und Weltrekord für deutsches Trio

Weitspringer Leon Schäfer (Mitte) holte Gold.

Weitspringer Leon Schäfer (Mitte) holte Gold. imago images

Der beidseitig amputierte Floors (Leverkusen), der seine Beine wegen einer Fehlbildung im Alter von 16 Jahren abnehmen ließ, lief am Morgen in 10,54 Sekunden Weltrekord und war damit schneller als zuvor jeder andere Sprinter auf einer oder zwei Prothesen. "Geiler Lauf, geiler Weltrekord", sagte Floors. Als größten Rivalen um Gold am Montag sieht er Teamkollege Felix Streng, der seinen Vorlauf in 10,99 Sekunden gewann. "Das wird ein richtig schöner Battle", sagte Floors. Streng versprach: "Ich werde kein leichter Gegner sein."

Vereinskollege Schäfer, dem im Alter von zwölf Jahren nach einer Krebserkrankung der rechte Unterschenkel amputiert wurde, gewann mit 6,90 Metern. Bei drei weiteren Sprüngen verpasste er knapp seinen Weltrekord von 6,99 Metern. "Das Hauptziel Gold habe ich erreicht", sagte Schäfer: "Aber ein kleines bisschen ärgere ich mich, denn ich wäre die sieben Meter gerne gesprungen." Der Berliner Ali Lacin wurde bei seiner WM-Premiere Neunter.

Dem kleinwüchsigen Niko Kappel (Sindelfingen) fehlten mit 13,87 Metern zwar 16 Zentimeter zur Goldmedaille, die der Usbeke Bobirkon Omonow gewann. Der Paralympicssieger von Rio und Weltmeister von 2017 war dennoch größtenteils zufrieden. "Ich hätte noch mehr drin gehabt, aber die Freude überwiegt", sagte Kappel: "Ich habe Silber im besten Wettkampf, den es je bei uns gab."

Denis Schmitz (Bönen) wurde über 100 Meter Fünfter, Janne Engeleiter (Cottbus) Sechste. Sechste Plätze hatte es auch am Samstag für Maria Tietze (Leverkusen/200 Meter), Nele Moos (Leverkusen/Weitsprung) und Nicole Nicoleitzik (Püttlingen/200 Meter) gegeben.

dpa