Abermalige Demütigung in München dürfte Spuren hinterlassen

Witsel: "Die gleiche Geschichte wie in der Vorsaison"

Axel Witsel

Niedergeschlagen: Axel Witsel. imago images

Axel Witsel ist erst seit Sommer 2018 in Dortmund, doch die schmerzliche Lektion, dass es mit Borussia Dortmund beim FC Bayern München derzeit nichts zu holen gibt, erlebte er nun zum wiederholten Male. In der Vorsaison stand er beim 0:5 in der Rückrunde auf dem Platz und ging mit seinen Kollegen unter. Sieben Monate später fiel das Ergebnis zwar um ein Tor niedriger aus, das Gefühl aber war genauso mies. Witsel und der total unterlegene BVB erlebten eine abermalige Demütigung, die Spuren hinterlassen dürfte.

"Es war die gleiche Geschichte wie in der Vorsaison", sagte der Belgier, als er sich später als einer von wenigen Borussen stellte. "Es war bis zur zweiten Hälfte noch alles drin. Wir haben gegen Inter geschafft, einen Rückstand zu drehen. Das wollten wir dann auch hier schaffen. Doch zwei Minuten nach der Pause kassieren wir das 0:2." Das Übel nahm seinen Lauf. Am Ende war es für Witsel "ein Spiel zum Vergessen", das mutmaßlich möglichst schnell aus den Köpfen herausmüsste - den BVB aber nun erst einmal zwei Wochen lang durch die Länderspielpause begleiten dürfte.

Gnadenlos ausgepfiffen

In zwei Wochen dann steht das Heimspiel gegen Paderborn an. Es ist die Chance, gegen den Aufsteiger zumindest etwas Wiedergutmachung zu betreiben - und das erzürnte Publikum wieder versöhnlicher zu stimmen. In München wurden die Borussen gnadenlos ausgepfiffen, als sie sich nach dem Spiel in Richtung BVB-Fanblock bewegten. Zu oft schon hatten die Anhänger ähnlich Demütigendes in den Spielen ihrer Mannschaft beim FC Bayern erlebt. Entsprechend frostig dürfte auch der Empfang vor der Partie gegen Paderborn ausfallen. Der Kredit der BVB-Profis jedenfalls scheint langsam aufgebracht nach der nun sechsten Niederlage in München in Serie - und das bei 3:26 Toren.

Matthias Dersch

Bilder zur Partie Bayern München - Borussia Dortmund