SC-Trainer lobt Gegner und Ex-Spieler Fernandes

Streich: "Bewundernswert, wie sie das seit Monaten machen"

Christian Streich über Adi Hütter

Voll des Lobes: Christian Streich über Adi Hütter und Eintracht Frankfurt. imago images

Auch wenn die Frankfurter jetzt schon wieder einige englische Wochen hinter sich haben und auch in dieser Woche wieder international im Einsatz waren, rechnet Christian Streich nicht damit, dass sie mit müden Beinen auflaufen werden. "Adi und seine Trainerkollegen sehen die Spiele als Gesamtheit", sagte der SC-Coach, "es ist bewundernswert, wie sie das seit Monaten machen."

Eintracht-Trainer Adi Hütter habe viele Spieler, "die bereit sind, auf dem Platz alles abzurufen, was in ihnen steckt". Bestes Beispiel dafür sei Gelson Fernandes, der den Sport-Club 2014 nach nur einer Saison wieder verlassen hatte, was Streich damals bedauerte. "Wenn du Spieler wie Gelson hast, das kannst du nicht überschätzen", erklärte Streich und bezog das sowohl auf dessen Leistung auf dem Platz als auch seine integrative Art, mit der er neue Spieler auf den Klub einschwören könne.

"Sicherlich haben wir auch eine gewisse Haltung, sonst würden wir nicht in der Bundesliga spielen", so Streich, "aber Frankfurt zeigt das Woche für Woche auf einem anderen Niveau, und sie sind individuell ein bisschen besser." Beeindruckt zeigte er sich von Goncalo Paciencias "großartiger Entwicklung" und lobte Fredi Bobic für die Zusammenstellung der Mannschaft. Dass die Frankfurter zuletzt in Lüttich verloren haben und es für sie auch in der Bundesliga auswärts nicht so gut lief wie zuhause, hat für Streich auch mit der Unterstützung von außen zu tun. "Das Publikum hilft ihnen brutal, es ist beeindruckend, mit welcher Liebe und Überzeugung sie sie voran pushen."

Diese "Rückkoppelung" zwischen Zuschauern und Spielern sehe er aber auch in Freiburg. "Wir kriegen doch oft von außen nochmal einen Schub." Und die eigenen Fans sind ihm ohnehin am liebsten. "Wir können sehr dankbar sein, denn bis auf ganz wenige Ausnahmen haben wir ein feinsinniges und nicht selten lautes Publikum."

Jetzt hofft er darauf, dass die Fans am Sonntag Grund zum Jubeln haben. Die Social-Media-Abteilung des Vereins hat schon mal vorgelegt und zeigte den Hattrick, den Nils Petersen in seinem ersten Spiel für den Sport-Club im Januar 2015 beim 4:1 gegen Frankfurt erzielt hatte. Inzwischen hat er für Freiburg in 111 Bundesligapartien 49 Tore geschossen, insgesamt waren es schon 81, womit er nur noch zwei Tore hinter dem SC-Rekordtorschützen Joachim Löw liegt. Streich kannte diese Statistik zwar nicht, ist sich aber sicher, "der Jogi kann damit leben", wenn ihn Petersen demnächst überholt.

Daniela Frahm

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