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Hütter: "Fußball lebt auch von Emotionen"

Frankfurts Trainer Adi Hütter

Emotionen gehören dazu, "auch bei den Trainern": Frankfurts Coach Adi Hütter. imago images

Christian Streich (Trainer SC Freiburg): "Abraham ist ein emotionaler Spieler, er wollte halt zum Ball und das Spiel schnellmachen. Dann hat er mich über den Haufen gerannt. Ich wollte ihm nicht den Ball holen, weil er mit einer extremen Geschwindigkeit ankam. Jetzt muss man aber wieder runterkommen."

Adi Hütter (Trainer Eintracht Frankfurt): "Zum Schluss ist es etwas hektisch geworden, Fußball lebt auch von Emotionen. Auch bei den Trainern gehört es dazu. Wir haben in Unterzahl alles in die Waagschale geworfen und hätten einen Punkt verdient."

Oliver Glasner (Trainer VfL Wolfsburg): "Diese Niederlage hatten wir nicht verdient, es war ein Auftritt, der mich für die kommenden Wochen optimistisch stimmt. Die Talsohle ist durchschritten, ein Aufwärtstrend erkennbar. Anders als in der Europa League gegen Gent sind die Köpfe diesmal nach dem Rückstand nicht nach unten gegangen."

Peter Bosz (Trainer Bayer Leverkusen): "Das war das gute Ende einer Superwoche! Das Spiel hatte wenig mit Fußball zu tun, aber ich bin trotzdem stolz auf meine Mannschaft. Die Spieler haben eine großartige Mentalität gezeigt."

Marco Rose (Trainer Borussia Mönchengladbach): "Es war insgesamt ein sehr rassiges Spiel, es ging hoch und runter. Die letzte Woche war insgesamt wirklich großartig mit den drei Siegen. Jetzt können wir ein bisschen durchatmen. Ich weiß, dass das Drumherum spannend ist, aber wir versuchen, uns nichts reinsingen zu lassen."

Florian Kohfeldt (Trainer Werder Bremen): "Ich habe ein bisschen das Gefühl, bei 'Täglich grüßt das Murmeltier' zu sein. Ich weiß nicht, ob die bessere Mannschaft heute gewonnen hat. Definitiv hat die effektivere Mannschaft gewonnen. Wir haben immer weiter gespielt, aber die Tore nicht gemacht. Wir sollten schleunigst anfangen zu punkten."

Hansi Flick (Interimstrainer Bayern München bei Sky): "Das war meine Aufgabe, diese Spiele mit der Mannschaft zu bestreiten. Das war nicht so einfach für die Mannschaft. Wir könnten nicht so viele Trainingseinheiten einbringen. Die Mannschaft hat gewusst, dass sie in der Pflicht ist. Das hat sie auch gut umgesetzt."

Lucien Favre (Trainer Borussia Dortmund): "Bayern war viel besser als wir. Wir waren nicht gut, das war eine Enttäuschung. Wir waren nicht ängstlich, sie waren besser, sie waren gut beim Ballbesitz. Sie waren bei der Ballannahme viel schneller als wir. Wir haben in den ersten 25 Minuten fast alle Bälle verloren."

Steffen Baumgart (Trainer SC Paderborn): "Wir waren in der ersten Viertelstunde klar besser und hatten sehr gute Möglichkeiten. Erst ab der 60. Minute haben wir es wieder geschafft, das Spiel in unsere Richtung zu bringen. Der Aufwand hat dann nicht gereicht. Wir sind im Moment nicht in der Lage, diese Spiele für uns zu entscheiden. Das liegt nicht am Gegner, sondern an uns."

Spielbericht

Martin Schmidt (Trainer FC Augsburg): "Es sind zwei Umschaltteams aufeinander getroffen. Beide haben die Situationen nicht gut ausgespielt, daher ging es auf die Standardebene. Dort waren wir das genauere Team. Nach dem verschossenen Elfmeter sind wir richtig aufgewacht. Manchmal wird das Spiel über Standards entschieden. Wir haben einen sehr, sehr schweren Stand gehabt. Solche Spiele wie heute geben Selbstbewusstsein. Jetzt gehen wir weiter."

David Wagner (Trainer Schalke 04): "Wir haben eine gute erste Halbzeit gespielt, müssen in der zweiten Halbzeit das 2:0 machen. Meine Jungs haben nach dem Ausgleich immer sehr gut reagiert - Düsseldorf dann aber auch. Wir ärgern uns nun ein bisschen über das Resultat."

Spielbericht

Friedhelm Funkel (Trainer Fortuna Düsseldorf): "Das war ein hochinteressantes Spiel, ganz, ganz großes Kompliment an meine Mannschaft. Dreimal zurückzukommen, spricht für sehr, sehr viel Mentalität. Deshalb ist dieser Punkt auch verdient. Wir haben nie aufgesteckt."

Sandro Schwarz (FSV Mainz 05): "Wir sind nicht gut in die Partie gekommen. Das Genick haben uns die beiden Gegentore nach Standards vor und nach der Pause gebrochen. Dann war der Stecker raus."

Spielbericht

Urs Fischer (Union Berlin): "60 Minuten haben wir alles richtig gemacht. Wir lagen verdient in Führung. Dann haben wir aber 30 Minuten nichts mehr von dem gezeigt, was wir zuvor gut gemacht haben. Wir haben glücklich gewonnen, der Ausgleich lag in der Luft."

Ante Covic (Trainer Hertha BSC): "Wir sind zunächst mit unserer Aufstellung rund 15 Meter weiter nach hinten gegangen, haben auf die richtigen Umschaltmomente gewartet. Maxi Mittelstädt hat das erste Tor überragend gemacht, mit dem schwachen Fuß. Wir haben uns zur zweiten Halbzeit geschworen, mutiger zu agieren. Die Sequenz beim Foul gegen Stark hätte sich der Schiedsrichter zumindest ansehen müssen, wir haben ja auch den Elfmeter gegen uns hingenommen."

Spielbericht

Julian Nagelsmann (RB Leipzig): "Wir sind glücklich, dass wir gewonnen haben. Wir hatten Hertha nicht so tief erwartet, doch beim Blick auf die Aufstellung roch es stark nach drei Konterstürmern. Wir sind durch ein schönes Tor in Rückstand geraten. Nach der Führung für uns kurz vor der Pause war klar, dass Hertha mehr Druck machen würde. Wir haben umgestellt auf Fünferkette und hatten wieder mehr Kontrolle im Spiel."

Achim Beierlorzer (1. FC Köln): "Wir haben ein gutes Spiel gespielt. Das war ein Abnutzungskampf, jeder wollte bis zum Ende den Sieg. Am Ende ist das schon etwas Bitteres, was da mit uns passiert, auch mit dem Videobeweis. Die Summe dessen, was wir da erdulden und erleiden müssen, ist schon groß. Ob ich bleiben kann, kann ich nicht beeinflussen."

Spielbericht

Alfred Schreuder (TSG Hoffenheim): "Am Ende war das schon etwas glücklich. Wenn du so spät noch ein Tor machst, kann man das nicht anders sagen. Wir schauen nicht nach oben oder unten, sondern nur auf unsere Leistung."