Coach hadert mit VAR - Gespräche statt Training am Samstag

Beierlorzer: "Hier schaue ich es mir an, da wieder nicht"

Achim Beierlorzer (Mi.)

Versteinerte Gesichter nach dem späten 1:2: Achim Beierlorzer (Mi.) und die FC-Spieler. imago images

"Die Mannschaft ein gutes Spiel gemacht, wir hatte nur kurzfristig nach der Pause, als sie auf 5-3-2 umgestellt hatten, Probleme. Leider haben sie da von zwei Chancen eine genutzt. Danach war es ein Abnutzungskampf, wir haben erst kurz davor die gute Chance. Dann ist es natürlich sehr bitter für uns mit dem Videobeweis. Hier schaue ich es mir an, da wieder nicht. Es war dann schon kurios so in der Nachspielzeit", sagte Achim Beierlorzer sichtlich aufgewühlt nach der Partie bei "DAZN".

Vor allem der Strafstoß in der Nachspielzeit, nach einer Szene im Strafraum der Hausherren, in der Robert Kampka zunächst auf Freistoß für Köln entschieden hatte, sorgte für Aufregung. Nach Hinweis des VAR Daniel Schlager sah sich der Referee die Szene an der Seitenlinie selbst noch einmal an - und zeigte dann auf den Elfmeterpunkt: "Man kann ihn geben, aber es wäre keine Fehlentscheidung gewesen, ihn nicht zu geben", meinte der FC-Coach, der den Aufsteiger in Sachen VAR in dieser Saison insgesamt benachteiligt wähnt. "Was der FC in Sachen Videobeweis in der Summe schon erleiden musste: In Wolfsburg wurde eine Szene von uns nicht angeschaut, zuletzt in Düsseldorf gab es zwei Situationen, die nicht überprüft wurden."

Trainersteckbrief Beierlorzer

Beierlorzer Achim

Ob die Partie gegen die Kraichgauer nun sein letztes Spiel als Coach der Rheinländer war, konnte Beierlorzer naturgemäß nicht beantworten: "Die Mannschaft hat heute alles gegeben, dann so zu verlieren ist natürlich bitter. Alles andere kann ich nicht beeinflussen", so Beierlorzer, der sich auch zur vorzeitigen Vertragsauflösung von Geschäftsführer Armin Veh mit dem Klub nicht äußern wollte: "Ich war die ganze Zeit an der Seitenlinie und habe mich auf das Spiel konzentriert. Da müssen Sie den Armin fragen."

Am Samstag sollen nun erst einmal Gespräche am Geißbockheim mit allen Verantwortlichen folgen, hieß es am späten Freitagabend von Vereinsseite. Das ursprünglich geplante Training der FC-Profis wurde dagegen kurzerhand abgesagt.

jom

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