Schwolow und Abrashi fallen aus - Höfler noch fraglich

Streich kann wieder mit Waldschmidt planen

Hat keine Probleme mehr: Freiburgs Nationalspieler Luca Waldschmidt.

Hat keine Probleme mehr: Freiburgs Nationalspieler Luca Waldschmidt. imago images

Im Heimspiel gegen Leipzig musste Luca Waldschmidt mit einer Mittelfußverletzung schon in der ersten Hälfte ausgewechselt werden und fehlte dann im Pokalspiel gegen Union Berlin und beim Auswärtsspiel in Bremen. Trotzdem steht der 23-Jährige auf der Nominierungsliste von Löw. Christian Streich war damit "total einverstanden", er habe es in einem Telefonat mit dem Bundestrainer so besprochen. "Luca hatte eine sehr gute Behandlung und er hat keine Probleme mehr", sagte der SC-Coach. Waldschmidt könnte also auch am Sonntag gegen seinen Ex-Klub Frankfurt wieder auflaufen.

Streich: "Wir haben jetzt doch einige Baustellen"

Sicher zur Startelf gehören wird dann der zweite Nominierte, Robin Koch, der beim SC gesetzt ist und bislang alle zehn Bundesligaspiele komplett bestritten hat. Bei seinem ersten Einsatz für die Nationalelf profitierte der Verteidiger von den vielen verletzungsbedingten Absagen. Doch auch nach der Rückkehr von Matthias Ginter und Jonathan Tah wird der 23-Jährige wieder dabei sein, was Streich "nicht wahnsinnig überrascht" hat. "Jogi sieht, dass er stabile Leistungen bringt und Präsenz hat", sagte der SC-Trainer. Koch habe Ruhe und könne "pragmatisch spielen und mit Risiko". Bislang hat er beim SC entweder im Zentrum der Dreierkette gespielt oder im defensiven Mittelfeld. Noch ist nicht klar, wo er am Sonntag gefordert sein wird, denn "wir wissen noch nicht wie es aussieht bei einigen", berichtete Streich, "wir haben jetzt doch einige Baustellen".

Gondorf? Kwon? Borrello?

Neben dem gesperrten Janik Haberer (Gelb-Rot) wird er weiterhin auf Torwart Alexander Schwolow (Muskelfaserriss im Oberschenkel) und Amir Abrashi (Muskelverletzung) verzichten müssen. Bei Nicolas Höfler (Gehirnerschütterung) und dem leicht angeschlagenen Jonathan Schmid werde es sich erst kurzfristig entscheiden, ob sie spielen können. Keine Option ist Nachwuchsspieler Lino Tempelmann, der sich im Training eine Innenbandverletzung im rechten Knie zugezogen hat und rund vier Wochen ausfallen wird. Da er im Mittelfeld schon Haberer ersetzen muss, hofft Streich darauf, dass es bei Höfler doch noch reicht. "Vielleicht kommt jetzt auch mal jemand rein, der vor zwei Wochen noch nicht damit gerechnet hat", sagte der SC-Coach und nannte Jerome Gondorf, Chang-Hoon Kwon und Brandon Borrello als Kandidaten, die am Sonntag im ausverkauften Schwarzwald-Stadion von Beginn an auflaufen könnten.

Denn trotz einiger personeller Ausfälle und Fragezeichen herrscht beim SC noch immer Konkurrenzkampf. "Wir brauchen eine gewisse Breite und sind gottfroh, dass wir die Situation so haben", sagte Streich. Hinzu komme, dass die Mannschaft gezeigt hat, dass sie verschiedene Systeme spielen kann. In Bremen begannen die Freiburger im 4-4-2 und wechselten erst im Spiel auf die zuvor bevorzugte Dreierkette. "Wir sind weiter gekommen, weil die Mannschaft zusammengeblieben ist", so Streich, "man sieht Dinge, die erfreulich sind." Das bezog er sowohl auf taktische Abläufe als auch auf individuelle Leistungssteigerungen.

Nach der Länderspielpause hofft er zudem darauf, dass wieder mehr Spieler fit sind. Denn der Sport-Club hat bis zum Ende der Rückrunde noch ein anspruchsvolles Programm vor sich - keiner der kommenden Gegner steht in der Tabelle schlechter als Platz elf.

Daniela Frahm

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