Rot-Weiss Essen: Vor der Partie in Wuppertal

Titz über Grote-Sperre: "Nicht im Sinne der Gerechtigkeit"

Rot-Weiss Essen Trainer Christian Titz in einer Jacke des Vereins.

Erwartet viel Kampf: Christian Titz. imago images

Auf der Pressekonferenz vor dem Spiel meinte der ehemalige Coach des HSV lediglich, er wolle den Gegner nicht unterschätzen, auch wenn die Wuppertaler seit zwölf Spielen auf einen Sieg warten. Denn sein Trainerteam und er haben "die Mannschaft mehrmals gesehen". Sein Fazit: "Trotz des aktuellen Negativlaufs verfügt der WSV über eine Mannschaft, die in der Lage ist, eine gute Regionalliga-Saison zu spielen."

Die Begegnung selbst hat für den Trainer des aktuell auf Rang vier stehenden Teams der Regionalliga West zwar "Derby-Charakter", aber: "Am Ende des Tages ist es auch nur ein Spiel, bei dem es um drei Punkte geht." Nichtsdestotrotz glaubt der 48-Jährige, dass Wuppertal "bis zur letzten Minute mit einer kompakten Verteidigung kämpfen" werde.

Ein "hartes Stück Arbeit" steht bevor

Dass das Spiel nicht vollkommen an allen vorbeigehe, wisse er aber auch. Denn in solchen Partien "ist eben auch immer die Form des Kampfes und des Ehrgeizes bei der Mannschaft ein Stück weit höher". Auch wenn es für viele Spieler seiner Mannschaft und Titz selbst das erste Spiel gegen Wuppertal ist. "Dort erwartet uns mit Sicherheit ein hartes Stück Arbeit", zitiert ihn "media-sportservice.de".

Alles andere als erfreut zeigte sich Titz über die Gelbsperre von Mittelfeldspieler Dennis Grote (33). Dabei gehe es ihm vor allem um etwas Grundsätzliches. Denn eine seiner fünf Verwarnungen hatte der Routinier beim inzwischen annullierten 2:0-Heimsieg gegen den aus der Regionalliga West zurückgetretenen SG Wattenscheid 09 kassiert. "Die Punkte und Tore werden aberkannt, die Karten aber bleiben bestehen und sorgen in diesem Fall für eine spätere Sperre. Das kann aus meiner Sicht nicht im Sinne der Gerechtigkeit im Fußball sein", so der Coach.

Stimmungsboykott angekündigt

In der Partie am Sonntag wird seine Mannschaft auf die Unterstützung zahlreicher Zuschauer verzichten müssen. Denn die aktive Fanszene hat sich aufgrund sogenannter Bereichbetretungsverbote gegen einige RWE-Anhänger dazu entschieden, dem Spiel fernzubleiben. Den Verboten zufolge dürfen ohnehin viele der Fans nicht in das Wuppertaler Stadtgebiet. Titz dazu: "Es gibt gewisse Dinge, die ich sehr schade finde, aber nicht verändern kann, weil ich nicht beteiligt bin. Aber trotzdem wünsche ich mir natürlich, dass alle Fans in einer großen Anzahl versuchen werden, die Mannschaft zu unterstützen." Seinen Spielern würde das helfen. Schließlich sei man "als Team gut mit den Fans zusammengewachsen".

kon