Bremen: Moisander muss weiter aussetzen

Kohfeldt lobt Rashica und warnt vor Thuram

Milot Rashica

Zuletzt richtig stark in Form: Milot Rashica. imago images

Kurz vor der Pressekonferenz gab Werder Bremen bekannt, dass es für Moisander noch nicht reicht. Der Kapitän fällt mit einem Muskelfaserrisses in der Wade weiterhin aus. "Ich gehe davon aus, erst nach der Länderspielpause wieder mit der Mannschaft trainieren zu können", wird der Abwehrchef auf der Website des Bundesligisten zitiert. Trainer Kohfeldt sagte auf Pressekonferenz dazu: "Er ist jetzt nicht weit weg, aber wir müssen vorsichtig sein mit der Wade. Das nächste Ziel ist Schalke (23. November, d. Red), aber wenn es eine oder zwei Wochen länger dauert, dann ist das eben so. Denn wenn er zurückkommt, dann ist er jemand, der gleich wieder 90 Minuten spielt."

Entwarnung gab es dagegen bei Sebastian Langkamp. Er bekam am Donnerstag einen Schlag auf die Wade und brach das Training ab. Der Abwehrspieler wird am Samstag wieder trainieren und steht für die Begegnung am Sonntag zur Verfügung.

Kohfeldt lobt Rashica

Auch dabei ist natürlich Milot Rashica, der in den letzten Wochen mächtig Fahrt aufnahm. "Rocket", wie der Flügelstürmer aufgrund seiner hohen Geschwindigkeit genannt wird, traf in vier der letzten fünf Ligaspielen und war auch beim 4:1 im Pokal gegen Heidenheim erfolgreich. "Ich erwarte ihn jetzt in Gladbach das erste Mal so, dass ich nicht im Hinterkopf haben muss, ihn zu schützen oder auszuwechseln. Er sollte nah an den 100 Prozent sein", sagte Kohfeldt. Rashica hatte sich im ersten Saisonspiel gegen Düsseldorf (1:3) eine Muskelverletzung im Adduktorenbereich zugezogen und kehrte erst am 28. September in Dortmund zurück. "Seine Bedeutung für die Mannschaft ist enorm. Er versucht sich ständig zu verbessern. Ihm ist es komplett egal, ober das Tor schießt oder der Nebenmann", lobte der Coach auch den Teamgeist des Offensivmannes.

Vorsicht vor Thuram

Apropos starker Offensivmann. In Gladbach ragt aktuell Sommer-Neuzugang Marcus Thuram heraus. Der Franzose traf in zehn Bundesligaspielen fünfmal und erzielte am Donnerstag den Last-minute-Siegtreffer gegen die Roma (2:1). Auf ihn müssen die Bremer am Sonntag (13.30 Uhr, LIVE! auf kicker.de und im Stream bei DAZN)natürlich besonders aufpassen. "Er ist unglaublich dynamisch, zielstrebig und hört nie auf. Man muss ihm die Geschwindigkeit nehmen", gab Kohfeldt simpel vor, weiß jedoch, dass das immens schwer ist: "Er ist mit Sicherheit aktuell einer der am schwersten zu verteidigenden Spieler der Liga. Er weicht auch gerne auf den Flügel aus und fühlt sich da wohl. Er spielt eine sehr starke Debütsaison in der Bundesliga."

Werder will "Mut ausstrahlen"

Aber nicht nur Thuram müssen die Bremer beim Tabellenführer auf dem Zettel haben. Die Borussen haben derzeit zwar einen sehr guten Lauf, doch Werder will dort mutig auftreten. "Ich will gewinnen. Dass das schwer wird, wissen wir", berichtete Kohfeldt, der mit seinem Team zuletzt fünfmal in Folge in der Liga remis spielte. "Gladbach ist eine Mannschaft mit sehr viel Druck, die viel Stress erzeugt. Aber es gibt durchaus Räume gegen sie. Es wird sehr wichtig sein, dass wir Mut ausstrahlen, dass wir hoch pressen und uns festsetzen."

mst

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