Augsburgs Trainer und die Wochen der Wahrheit

Schmidt macht Hahn und Co. Mut

Hofft auf seine Chance: Augsburgs André Hahn.

Hofft auf seine Chance: Augsburgs André Hahn. imago images

Augsburg vor den Wochen der Wahrheit. In Paderborn und Köln, dazu gegen Mainz und Berlin wollen die bayrischen Schwaben in den kommenden Wochen in die Spur kommen und für den Klassenerhalt punkten. Um eine Verschlechterung der Tabellensituation, wie es sie in der Vergangenheit durchaus schon gab, unbedingt zu verhindern. "Wir wissen, dass wir Punkte verschenkt haben, die uns heute fehlen", sagt Schmidt mit Blick auf gute Leistungen im bisherigen Saisonverlauf, die unbelohnt geblieben sind. Die den Klub in Abstiegsgefahr gesaugt haben.

Schmidt: "Man darf keine Angst vor dem Verlieren haben"

Mit dem Kellerduell beim SC Paderborn soll der Startschuss erfolgen für bessere Zeiten. Die einem allerdings nicht so einfach in den Schoß fallen. Entsprechend sei die richtige Mentalität, eine starke vor allem, ausschlaggebend. "Man darf keine Angst vor dem Verlieren haben", sagt der FCA-Trainer. Man müsse vielmehr "Freude am Gewinnen haben. Entsprechend muss man das Spiel angehen". Das bei allem Glauben an die eigenen Fähigkeiten durchaus eine gewisse Brisanz enthält. Für Verein und Mannschaft sowie für den Trainer, der sich den Gesetzmäßigkeiten des Geschäfts mehr als bewusst ist. Deswegen sei es keine Option "zu sagen, es war schon mal schlimmer, deswegen ist alles gut".

Hahn wird "seine Chance sicher kriegen"

Nichts ist wirklich gut für die Reihe der Reservisten, allen voran für etablierte Kräfte wie André Hahn, Jeffrey Gouwelleeuw oder Michael Gregoritsch, die aktuell die Bank drücken. Alle hoffen auf ein Ende ihres Reservistendaseins. In diesem Fall vor allem Hahn aufgrund seiner Schnelligkeit, die speziell in Paderborn gefragt sein könnte. "Er trainiert gut und fleißig, arbeitet sehr seriös und hat gar nichts falsch gemacht", sagt Schmidt, für den dessen Entscheidung gegen den 29-Jährigen ganz einfach erklärbar ist: "Was gegen ihn spricht, ist, dass unsere Flügelzange mit Ruben Vargas und Marco Richter gut funktioniert." Nichts, das für die Ewigkeit Bestand haben muss. "Er braucht auch mal das Momentum, die Chance reinzukommen, ein gutes Spiel zu zeigen." Dann könne sich die Situation "sofort ändern. Von der Form her ist er dabei, er ist gut drin, er wird seine Chance sicher kriegen".

George Moissidis

Daridas besondere Stärke und Müllers Durststrecke