Trainer lobt den Österreicher in den höchsten Tönen

Nagelsmann erklärt, warum Sabitzer immer spielt

Trainer Julian Nagelsmann und Marcel Sabitzer

"Er hat eine herausragende Entwicklung genommen": Trainer Julian Nagelsmann über Marcel Sabitzer. imago images

16 Pflichtspiele hat RB Leipzig in dieser Saison bereits hinter sich, 16-mal stand Sabitzer in der Startelf - kein anderer Spieler durfte so oft von Beginn an ran. Zudem hat Nagelsmann seinen Musterschüler nur viermal ausgewechselt. Warum ist der Österreicher der Mann der Stunde bei den Sachsen?

Zunächst fördert der Blick in die Statistik ganz Offensichtliches zu Tage. In seinen 16 Einsätzen hat Sabitzer bereits 14 Scorerpunkte gesammelt. Doch auch die Spieldaten (zur Bundesliga) zeigen Topwerte für den 25-Jährigen. Alle 32 Minuten legt er einen Torschuss auf, viermal gelang ihm ein Assist in der Bundesliga. Alle 34 Minuten schießt Sabitzer aufs Tor (nur Werner ist mit 22 Minuten schussfreudiger). 219 Sprints stehen zudem in seiner Bilanz - auch hier ist nur Werner besser (224).

Und was schätzt Nagelsmann jetzt genau? "Seine Verlässlichkeit. Er bietet ein einheitliches Niveau mit Ausschlägen nach oben." Leistungsschwankungen seien sehr unangenehm für den Trainer, erklärt Nagelsmann. "Man weiß nie so genau, ob man sich darauf verlassen kann." Er habe schon sehr viele gute Spieler trainiert. Manchmal sei die Performance ausreichend, um bei Real Madrid zu spielen und "im nächsten Spiel hat er dann eine Performance, dass es eng für die U 23 wird." Bei Sabitzer ist das eben anders. "Er hat eine Grundbedeutung, weil er immer eine gute Leistung bringt und total stabil ist."

Sabitzer: Ein introvertierter Spieler mit gutem Humor

Laut Nagelsmann kann Sabitzer sein Niveau immer abrufen - " egal ob er mal müder oder total fit ist. Du weißt genau, was du immer von ihm bekommst: Eine gute Gier, ein sehr gutes taktischen Verhalten, die Fähigkeit die letzten 20 Minuten nochmal was draufzupacken, wenn es vonnöten ist." Zum Beispiel in der Champions League. In beiden Spielen gegen Zenit St. Petersburg erzielte Sabitzer nach dem Wechsel den entscheidenden zweiten Treffer für Leipzig.

Dabei ist Sabitzer, der bereits in der 2. Bundesliga für Leipzig kickte, stets ein ruhiger Geselle. "Er ist kein Sprachrohr, kein lauter Spieler", beschreibt ihn sein Coach. "Er ist eher ein introvertierter Spieler, der einen guten Humor hat und ein angenehmer Mensch ist. Ich komme gut mit ihm klar und hoffe, dass er das gleiche über mich sagt."

Mit seinen 14 Torbeteiligungen hat Sabitzer übrigens bereits seine Saisonbestmarke von 2016/17 und 2017/18 eingestellt. Da hat er also noch reichlich Zeit, einen neuen persönlichen Rekord einzustellen. Den ersten Versuch wird er wohl bei der Hertha unternehmen, denn dann wird er wohl wieder in der Startaufstellung stehen.

tru

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