Vor der Länderspielpause: Spitzenreiter Duisburg reist nach Rostock

Lieberknecht: "Ein Duell, auf das man sich freuen sollte"

MSV Duisburg-Trainer Torsten Lieberknecht am Spielfeldrand.

Möchte im besten Fall auch nach der Länderspielpause noch auf Platz eins stehen: Torsten Lieberknecht. imago images

Auf der Pressekonferenz vor dem Spiel sprach der Coach zunächst über die Motivation der Kontrahenten in Spielen gegen sein Team: "Wir sind ein namenhafter Gegner, deswegen bringen die Mannschaften, die gegen uns spielen, immer eine gewisse Portion mehr mit." Dass man jetzt erster sei, komme da eben jetzt auch noch hinzu. Dabei habe er die Tabelle "weniger im Blick". Für ihn sei es wichtiger, "dass wir die Art und Weise zeigen, wie wir Fußball spielen wollen". Außerdem wolle er weiter "Siege einfahren".

Den kommenden Gegner aus Rostock, erwarte er als einen, "der auf Wiedergutmachung aus ist und eine Reaktion zeigen möchte, nachdem man das Spiel in Jena (1:3, d. Red.) verloren hat". Für Lieberknecht sei das für viele doch unerwartete Ergebnis aufgrund der zuletzt gezeigten Leistungen der vorher noch sieglosen Jenaer aber "keine Überraschung" gewesen. Nichtsdestotrotz hat "Hansa hat eine klare Idee, wie sie ihr Spiel forcieren".

Lieberknecht erwartet "hitzige Atmosphäre"

Bei den heimstarken Härtel-Schützlingen (Platz drei in der Heimtabelle, Bilanz: 4/2/1) rechnet der 46-Jährige außerdem "mit einer sehr hitzigen Atmosphäre". Schließlich gehöre der Zuschauerschnitt in Rostock "zu den Top fünf überhaupt". Die Norddeutschen stehen mit einem Zuschauerschnitt von 14.559 auf Platz fünf in der Liga. Seine Spieler habe er dementsprechend auf die enorme Stimmung im Ostseestadion eingestellt. Daher sagte Lieberknecht zur bevorstehenden Begegnung: "Ein Duell, auf das man sich freuen sollte. Ich glaube, dass es viele enge Entscheidungen geben wird. Das wird ein interessantes Spiel."

In diesem wird er - abgesehen von den Langzeitverletzten Connor Krempicki (Mittelfußbruch), Sebastian Neumann (Hüfte), Cem Sabanci (Kreuzband), Marvin Compper (Muskelfaserriss), Migel-Max Schmeling (Fersensporn) und Yassin Ben Balla (Innenbanddehnung) - auf den kompletten Kader setzen können. Entwarnung gab es zudem beim zuletzt angeschlagenen Leroy-Jacques Mickels (Schlag auf den Oberschenkel). Dieser sei im Laufe der Woche bereits wieder ins Training eingestiegen und dürfte mit zum Kader gehören. Um sein in den vorherigen Wochen doch arg dezimiertes Personal muss sich Lieberknecht, im Gegensatz zu den letzten Wochen, in der letzten Partie vor der Länderspielpause also keine Sorgen machen.

kon