Wolfsburgs Trainer überrascht gegen robuste Belgier

Glasner degradiert Brooks

John Anthony Brooks

Nur Zuschauer: John Anthony Brooks. imago images

Oliver Glasner hatte im Vorfeld der Partie gegen Gent gewarnt. Vor den robusten Angreifern der Belgier, namentlich Laurent Depoitre (1,91 Meter) und Roman Yaremchuk (1,86 Meter). Umso überraschender kam es, dass er ausgerechnet nun auf John Anthony Brooks, mit 1,93 Metern der längste VfL-Verteidiger, verzichtete. Und das nicht nur in der Startelf, sondern gänzlich im Aufgebot.

Brooks, zwar trotz seines Gardemaßes kein alles überragender Kopfballspieler, nur auf der Tribüne. Warum strich der Trainer den Abwehrhünen, der nach seiner Muskelverletzung in den Adduktoren gerade dabei war, sich seinen Platz in der Wolfsburger Defensive zurückzuerobern, aus dem Kader? Glasner kurz und knapp: "Die Spieler, die momentan am besten in Form sind, sind dabei."

Und dazu zählt der 26-Jährige, zu Saisonbeginn noch Stammspieler, derzeit offenbar nicht. Ironie des Schicksals, dass die Gegentore prompt nach schweren Abwehrfehlern viel zu leicht fielen. Zunächst klärte Jeffrey Bruma vor die Füße von Yaremchuk, der zum 1:1 traf. Dann ließ Robin Knoche Gegenspieler Depoitre vor dem 1:2 sträflich alleine, beim 1:3 köpfte Gent-Verteidiger Michael Ngadeu-Ngadjui zwischen Bruma und Knoche ein.

"In den Luftduellen hatten wir große Probleme", stellte Glasner fest. "Wir wussten, dass Gent zwei wuchtige Stürmer und robuste Verteidiger hat." Auf Brooks setzte er dennoch nicht. Der Amerikaner wollte sich auf kicker-Nachfrage nicht zu seiner Degradierung äußern.

Thomas Hiete