Vor Mainz-Spiel: Union-Trainer spricht über das historische Spieldatum

Fischer: "Es sind die ersten zehn Spiele, die uns verändert haben"

Union-Trainer Urs Fischer

Voller Fokus auf das Spiel in Mainz: Union-Trainer Urs Fischer. imago images

Dass Union wie nach dem ebenfalls vielbeachteten 3:1-Erfolg gegen Borussia Dortmund Gefahr läuft, vier Begegnungen in Folge zu verlieren, befürchtet Trainer Urs Fischer nicht. "Es sind die ersten zehn Spiele, die uns wahrscheinlich auch ein bisschen verändert haben. Wir konnten Erfahrungen sammeln. Wir hatten das Beispiel mit Leipzig (0:4 - d. Red)", erklärte Fischer. "Das war entscheidend. Es war wichtig, dass wir gesehen haben, wie das einhergeht."

In Mainz soll der Negativtrend enden

Zu Hause konnte Union inzwischen schon drei Mal triumphieren. Auswärts gab es allerdings in vier Begegnungen nur ein Erfolgserlebnis. Gleich im ersten Bundesligaspiel beim FC Augsburg reichte es zu einem verdienten 1:1-Unentschieden. Im Anschluss folgten bei Bayer Leverkusen (0:2), VfL Wolfsburg (0:1) und Bayern München (1:2) drei Niederlagen. Das soll sich in Mainz nicht fortsetzen. "Wir müssen das gleiche Vertrauen entwickeln wie zu Hause. Wir werden auch auswärts toll von unseren zahlreiche Fans unterstützt", meinte Fischer.

Nach Mainz werden über 2600 Union-Anhänger mitreisen. Sie werden hoffen, dass den Gastgebern noch ihre 0:8-Niederlage bei RB Leipzig anhängt. Fischer glaubt aber eher, dass Mainz auf Wiedergutmachung drängt und damit besonders motiviert ist.

Dehl auf der Verletztenliste

In personeller Hinsicht muss Union nur auf Sechser Grischa Prömel (Knieverletzung) und Außenbahnspieler Akaki Gogia (Kreuzbandriss) verzichten. Neu auf der Verletztenliste ist Nachwuchstalent Laurenz Dehl, der operiert wurde. Über die Art der Verletzung wollte Union keine Angabe machen.

Die Begegnung findet am für Deutschland sehr geschichtsträchtigen 9. November statt. An diesem Tag wird vor allem der 30. Jahrestag des Mauerfalls im Vordergrund stehen. "Ich bin in der Schweiz aufgewachsen. Es war mit bewusst, dass in Berlin eine Mauer steht und dort nicht so schöne Dinge geschehen sind", sagte Fischer. "In den letzten anderthalb Jahren war ich auch schon an der Mauer und habe mich informiert. Man bekommt mit, dass das ein spezieller Tag ist."

Matthias Koch