Zorcs eindringlicher Appell an die BVB-Profis

"Das ist eine reine Horrorbilanz! Wir müssen Kerle sein!"

Michael Zorc

Deutliche Worte vor dem Spitzenspiel bei Bayern: Michael Zorc. imago images

Ob Marco Reus (Sprunggelenksprobleme) oder Jadon Sancho (Oberschenkelzerrung) Borussia Dortmund am Samstag (18.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) in München zur Verfügung steht, bleibt weiter offen. "Bei beiden müssen wir warten", sagte Trainer Lucien Favre am Donnerstag. "Wir wissen nicht, ob es klappt oder nicht." Auch "ein, zwei andere" hätten noch Probleme.

Beim letzten Dortmunder Auftritt beim FC Bayern hatten Reus und Sancho begonnen, die 0:5-Klatsche konnten jedoch auch sie nicht verhindern. Insgesamt hat der BVB seine jüngsten fünf Bundesliga-Auswärtsspiele beim Rekordmeister verloren, zuletzt 0:5, 0:6, 1:4 und 1:5. Bei keinem anderen Verein wartet Dortmund derzeit so lange auf einen Punkt.

Zorc teilt Witsels Eier-Vergleich: "Wir müssen Männerfußball spielen!"

Sportdirektor Michael Zorc sprach deshalb am Donnerstag gleich zweimal von einer "reinen Horrorbilanz" - und setzte zum großen Appell an. "Axel Witsel hat gesagt, in der letzten Saison haben wir im Heimspiel (3:2, d.Red.) Eier gehabt und in München nicht." Das sehe er ähnlich: "Wir brauchen nicht viel über Taktik oder so was zu reden. Wir müssen Männerfußball spielen! Wir müssen Kerle sein am Samstag auf dem Platz! Darum wird es gehen, das ist das Entscheidende."

kicker.tv Hintergrund

Favre scherzt wegen BVB-Bilanz in München - Zorcs Ansage

alle Videos in der Übersicht

Eines sei klar: "Die Jungs in München raufen sich zusammen für dieses Spiel, unabhängig davon, wer Trainer ist. Und wir müssen dagegengehalten. Das haben wir in den letzten Jahren nicht getan. Das ist die klare Forderung an unsere Spieler." Und da helfe die Unruhe bei den Bayern erst einmal auch nicht weiter. "Das hat nichts mit der Situation in München zu tun", betonte Zorc. "Wir sollten nicht glauben, dass wir irgendetwas geschenkt bekommen und dass es leicht wird."

Favre wie verwandelt - Zorc findet es "sehr gut"

Es sei eben "ein ganz besonderes Spiel, das merkt man immer schon im Vorfeld. Und auch danach, weil das Ergebnis schon auch eine Wirkung hat auf den weiteren Verlauf", so Zorc. Die "schwere Phase", von der Favre am Donnerstag selbst sprach, will der BVB erst einmal hinter sich gelassen wissen.

Wie sie überstanden wurde? "Wir sind positiv geblieben", lautet Favres einfache Antwort. Und manche Unentschieden-Spiele, die in Dortmund schon mal "das Ende der Welt" bedeuten würden, seien "nicht so schlecht gewesen, wie man gesagt hat". Zorc stellt aber auch ausdrücklich die Arbeit des Trainers heraus, der zuletzt wie verwandelt wirkte: emotional, gelöst, ganz und gar nicht mehr teilnahmslos in der Coaching Zone. "Ich finde ihn schon sehr lebhaft und kämpferisch", lobt Zorc Favre. "Ich finde es sehr gut, wie er das macht."

jpe

Diese Profis spielten für Dortmund und Bayern