Streichs Personalpuzzle vor dem Frankfurt-Spiel

Freiburg: Torwart-Frage und Haberer-Lücke

Hat ein Puzzle vor sich: Freiburgs Chefcoach Christian Streich.

Hat ein Puzzle vor sich: Freiburgs Chefcoach Christian Streich. imago images

Schon nach dem Bremen-Spiel (2:2), in dem Haberer eine berechtigte Gelb-Rote Karte gesehen hatte, merkte Streich an, dass man auf dieser Position nun ein bisschen Probleme bekommen werde. Der SC-Kader weist zwar auch in der Breite eine selten dagewesene Qualität auf, aktuell ist die Lage im zentralen Mittelfeld jedoch etwas angespannt.

Bei Höfler könnte es reichen

Zuletzt hatte nämlich auch der im fitten Zustand gesetzte Sechser Nicolas Höfler zweimal gefehlt, nachdem er im Ligaspiel gegen Leipzig eine Gehirnerschütterung erlitten hatte. Am Dienstag drehte er zusammen mit Positionskollege Amir Abrashi Laufrunden um den Platz. Der albanische Nationalspieler hatte sich kurz vor dem Leipzig-Spiel eine Muskelblessur zugezogen und wird nach Lage der Dinge noch keine Option für Sonntag sein. Bei Höfler könnte es hingegen reichen.

Spielersteckbrief Höfler

Höfler Nicolas

Spielersteckbrief Schwolow

Schwolow Alexander

Spielersteckbrief Haberer

Haberer Janik

Bundesliga - 11. Spieltag
Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Bor. Mönchengladbach
25
2
RB Leipzig
21
3
Bayern München
21
Trainersteckbrief Streich

Streich Christian

Sollte der ballsichere Stratege auflaufen können, braucht er sowohl im 4-4-2 als auch im 3-4-3 einen Partner in der Mittelfeldzentrale. Mike Frantz ist dafür im gesunden Zustand immer eine Option. Der Kapitän füllte diese Rolle in Bremen als Joker aus, Neu-Nationalspieler Robin Koch, der neben Haberer im 4-4-2 gestartet war, rückte dafür im Rahmen der Umstellung auf 3-4-3 zurück in die Mitte der Dreierkette.

Eine Kernfrage lautet also: Will Streich Koch gegen die offensive Wucht der Eintracht lieber in letzter Linie oder als kopfballstarken Zweikämpfer im Mittelfeldzentrum aufbieten? Für eine Dreierkette ohne Koch haben neben Dominque Heintz und dem zuletzt in Bremen schwächelnden Philipp Lienhart U-21-Nationalspieler Nico Schlotterbeck und inzwischen auch wieder Manuel Gulde nach langer Verletzungsabsenz gute Chancen auf einen Einsatz.

Und für die Doppelsechs? Da kommen außer den bereits Genannten nominell noch U-20-Nationalspieler Lino Tempelmann, der gegen Leipzig ein unglückliches Kurzdebüt feierte, und Jerome Gondorf in Frage. Der Ex-Bremer kam seit seinen durchwachsenen Leistungen an der Seite von Höfler bei den Auftaktsiegen gegen Mainz und in Paderborn allerdings gar nicht mehr zum Einsatz.

Kein Risiko bei Schwolow

Eine spannende Personalfrage gibt es auch im Tor, allerdings mit weniger Antwortmöglichkeiten. Entweder Stammkeeper Alexander Schwolow wird nach seinem Muskelfasserriss rechtzeitig fit oder es spielt erneut sein starker Vertreter Mark Flekken. Aktuell scheint es eher nach einem weiteren Flekken-Einsatz auszusehen, da der SC bei Schwolow kein Risiko eingehen wird und dieser danach in der Länderspielperiode zusätzliche Zeit erhält, seine Verletzung vollständig auszukurieren.

Carsten Schröter-Lorenz