Bundesligist muss in Belgien ohne Fans spielen

Abheben verboten: Was Fernandes und Hütter nach dem 5:1 verlangen

Adi Hütter ist Trainer und Gelson Fernandes Spieler von Eintracht Frankfurt.

Haben die Europa-League-Aufgabe Standard Lüttich im Blick: Eintracht-Trainer Adi Hütter und Gelson Fernandes. imago images

Frankfurts Trainer Adi Hütter schaut beim EL-Rückspiel bei Standard Lüttich (2:1 im Hinspiel vor zwei Wochen) stark auf den direkten Vergleich mit dem belgischen Vertreter. "Die Wichtigkeit des Spiels ist sehr groß. Das hat schon den Geschmack eines K.-o.-Duells. Mit einem Sieg oder Unentschieden können wir einen großen Schritt Richtung Sechzehntelfinale machen", sagte der 49-jährige Österreicher vor der Partie in Belgien am Donnerstag. Es sieht sogar noch etwas besser aus: Mit einem Erfolg würde den Hessen nicht nur ein großer Schritt gelingen, sondern das Überwintern in der Europa League wäre dann bereits vorzeitig gesichert - weil bereits an diesem Mittwoch der portugiesische Verfolger Vitoria Guimaraes nicht über ein 1:1 gegen Arsenal gekommen ist.

In jedem Fall muss der Bundesligist auf seine Fans im Rücken verzichten. Die aktuell noch gültige UEFA-Sperre erlaubt keine Gästefans im Lütticher Maurice-Dufrasne-Stadion. Hintergrund dabei: Die Kontroll-, Ethik- und Disziplinarkammer der UEFA entschied am 17. Oktober, die Eintracht-Fans von den Spielen in Lüttich und London beim FC Arsenal auszuschließen. Zumindest für das Gastspiel bei den Gunners gibt es noch Hoffnung auf eine Lösung.

"Leider sind unsere vielen Fans morgen nicht dabei. Doch wir werden trotzdem auch für sie spielen", teilte diesbezüglich Defensivabräumer Fernandes mit. "Leicht wird das aber nicht, weil Lüttich daheim stark ist." In der Tat zeigt sich Standard in dieser Saison immens zuverlässig vor heimischer Kulisse: Von acht Pflichtspielen daheim haben die Belgier sieben gewonnen und einmal remis gespielt.

Hütter dazu: "Wir wissen um die Bedeutung des Spiels. Es ist, wie ich schon vor Wochen gesagt habe, ein absolutes Schlüsselspiel gegen eine spielstarke Mannschaft. Das ist schon beeindruckend, wie heimstark das Team ist - und zugleich personell gut aufgestellt. Allgemein gefällt mir ohnehin der belgische Fußball, weil er sehr athletisch, dynamisch ist."

Fernandes: "Das ist geil"

Angesprochen wurden die beiden SGE-Protagonisten auch auf das jüngste 5:1-Erfolgserlebnis gegen den FC Bayern München vom vergangenen Wochenende. "Wir wissen, was wir aus diesem Spiel mitnehmen können - und das ist Selbstvertrauen. Doch das Spiel morgen hat mit dem Spiel vom Samstag relativ wenig zu tun", sagte Eintracht-Trainer Hütter dazu und fügte an: "Gegen Bayern haben wir die Chance genutzt, bereits nach zehn Minuten in Überzahl spielen zu dürfen. Was morgen passieren wird, wissen wir aber natürlich noch nicht. Es kommt aber sicherlich auf eine gute Defensivarbeit an. Wenn das klappt, werden wir auch nach vorne Gefahr entwickeln."

Wir müssen die Füße auf dem Boden behalten.

Gelson Fernandes zum 5:1 gegen Bayern München

Sein Schützling Fernandes hakte das Bayern-Spiel ebenfalls nochmals symbolisch ab und blickte eher auf die vielen englischen Wochen bis Weihnachten: "Das sind die schönsten Wochen, die jetzt auf uns zukommen. Das ist doch geil, wenn man alle paar Tage ein Spiel hat. Und natürlich war das Spiel und das Ergebnis gegen Bayern schön für uns. Doch das ist jetzt vorbei. Trotzdem wollen wir die gute Leistung und all das, was wir im Spiel selbst spezifisch gut gemacht haben, mit ins Spiel morgen transportieren und daran anknüpfen. Wir müssen die Füße auf dem Boden behalten."

mag

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Schlüsselspiel ohne Fans - Frankfurt in Lüttich

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