Ex-Schalker erst seit Mai im Amt

Nationalcoach wartet auf Gehalt: Wirft Wilmots im Iran hin?

Marc Wilmots

Wartet auf sein Gehalt: Irans Nationalcoach Marc Wilmots. imago images

Erst im Mai hatte Wilmots den Job im Iran übernommen und einen Dreijahresvertrag unterschrieben. Der Plan war, dass der ehemalige Schalke-Profi die Auswahl zur Weltmeisterschaft 2022 in Katar führt. Doch nach nur fünf Spielen (3/1/1) könnte Wilmots Weg am Persischen Golf bereits wieder enden.

Wegen ausstehender Gehaltszahlungen scheint dem 50-Jährigen die Lust auf seine neue Herausforderung vergangen zu sein. Wie das Nachrichtenportal "Khabar-Online" am Mittwoch berichtete, fordert Wilmots ein klärendes Gespräch mit den Verantwortlichen des iranischen Verbands (FFI). Der scheint sich aber nicht schuldig zu fühlen. Denn laut FFI ist das Gehalt bereits bezahlt worden, nur noch nicht angekommen.

Das Problem an der Sache: Wegen der US-Sanktionen sind keine internationalen Banktransaktionen aus dem Iran ins Ausland möglich. Dies führte auch in der Vergangenheit immer wieder zu Schwierigkeiten. Einige Ex-Trainer, so der Portugiese Carlos Queiroz und der Kroate Branko Ivankovic, haben deswegen beim Weltverband FIFA bereits Beschwerde eingelegt.

Sollte Wilmots wirklich ernst machen, müsste das iranische Nationalteam im brisanten WM-Qualifikationsspiel am 14. November gegen Irak womöglich ohne ihren Cheftrainer auskommen.

tow/dpa