Draisaitl legt zweimal auf - Rangers verschärfen Red-Wings-Krise

Oilers verlieren gegen formstarke Blues

Oilers-Stürmer Leon Draisaitl versucht, an Blues-Verteidiger Justin Faulk vorbeizukommen.

Edmontons Leon Draisaitl (l.) im Duell mit St. Louis' Justin Faulk. Getty Images

Nach einem erfolgreichen Roadtrip (2-1-0) läuft es für die Oilers seit der Rückkehr nach Edmonton nicht rund (0-1-1). In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag verlor der Tabellenführer der Pacific Division das zweite Heimspiel in Folge und musste sich dem amtierenden Stanley-Cup-Champion St. Louis Blues mit 2:5 geschlagen geben. Der deutsche Superstar Leon Draisaitl legte zwar die beiden Oilers-Treffer auf, doch reichte dies nicht, um zu punkten. Der 24-jährige Kölner kam auf 23:26 Minuten Eiszeit (davon 4:46 im Powerplay und 0:55 in Unterzahl).

Edmontons Start war verheißungsvoll. Im Powerplay startete Draisaitl ein tolles Solo und setzte Connor McDavid gekonnt in Szene, der auf 1:0 stellte (3.). Dann aber antwortete St. Louis mit drei Toren am Stück: Jaden Schwartz (7., im Powerplay), Alex Pietrangelo (28.) und Robert Thomas (36.) ließen Oilers-Goalie Mike Smith (20 Saves, 87 Prozent Fangquote) nicht gut aussehen. Im Schlussdrittel erhöhte Edmonton den Druck (15:9 Schüsse), doch war am starken Blues-Torwart Jake Allen (32 Saves, 94,1 Prozent Fangquote) lange kein Vorbeikommen. Zack Kassian stellte nach Zuspiel von Draisaitl den Anschluss her (52.), doch in der Schlussminute machte St. Louis mit zwei Empty-Net-Toren in Unterzahl durch Tyler Bozak und Ivan Barbashev (beide 60.) alles klar.

National Hockey League - Woche 6
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Die Blues fuhren damit den sechsten Sieg in Serie ein und bleiben nach acht Siegen aus den letzten neun Spielen das Maß aller Dinge in der Western Conference. Neben Allen avancierte Kapitän Alex Pietrangelo (ein Tor, zwei Assists) zum Matchwinner. "Er ist unser Rückgrat und in allen schwierigen Situationen auf dem Eis. Er hat einen beruhigenden Einfluss und hatte einen großen Anteil am Sieg", schwärmte Stürmer Thomas. "Es war am Ende auch ein Team-Erfolg. Wir wussten, dass sie uns unter Druck setzen würden, doch Allen ist über sich hinausgewachsen."

Lundqvist glänzt - Rangers verschärfen die Krise in Detroit

Im altehrwürdigen Madison Square Garden feierten die New York Rangers einen 5:1-Heimsieg gegen die Detroit Red Wings. Nach drei Spielen ohne Einsatz kehrte Routinier Henrik Lundqvist (37) zwischen die Pfosten der Broadway Blueshirts zurück und hielt, als wäre er nie weg gewesen: Der Schwede stoppte 35 Schüsse und war mit 97,2 Prozent Fangquote die Hauptfigur an diesem Abend. "Das ist Hank. Solange ich hier war, hat er Spiel für Spiel und Jahr für Jahr Höchstleistungen gezeigt, und wir haben das für selbstverständlich genommen. Es ist eine Ehre, vor ihm spielen zu dürfen", schwärmte New Yorks Stürmer Chris Kreider.

Doch auch die Special Teams der Rangers hatten sich ein Sonderlob verdient: Das Powerplay zeigte sich in zwei von drei Möglichkeiten erfolgreich, während das Unterzahlspiel nicht nur zwei Situationen ohne Gegentor überstand, sondern sogar vorne traf. Tony DeAngelo (25., im Powerplay), Kreider (27.), Ryan Strome (29., im Powerplay), Greg McKegg (49., in Unterzahl) und Artemi Panarin (58., Empty Net) erzielten die Tore. Für Detroit hatte einzig Valtteri Filppula (30.) getroffen. Damit geht die Durststrecke der Red Wings weiter, die viermal in Folge verloren (5:22 Tore) und das Schlusslicht in der gesamten NHL sind. "Es ist frustrierend", so Stürmer Dylan Larkin. "Wir haben verschiedene Dinge probiert, doch in jedem Spiel liegt es an etwas anderem."

An diesem Abend auch am starken Lundqvist, der wohl schon am Donnerstagabend (Ortszeit) wieder auf der Bank Platz nehmen muss. Der 14 Jahre jüngere Alexandar Georgiev dürfte im "Back-to-Back"-Spiel bei den Carolina Hurricanes wieder den Vorzug erhalten. Beide Goalies wechseln sich bislang ausgeglichen ab: Lundqvist erhielt sieben Starts (drei Siege, 3,19 Gegentore/Spiel, 91,6 Prozent Fangquote), Georgiev deren sechs (drei Siege, 2,86 Gegentore/Spiel, 91,3 Prozent Fangquote). "Ich wusste schon vor der Saison, dass ich nicht mehr so viel spielen werde. Ich muss jetzt noch härter arbeiten, um bereit zu sein. Das ist neu", so Lundqvist. "Ich bin mir sicher, dass er davon nicht begeistert ist und er 65 oder 70 Spiele machen möchte", so Rangers-Trainer David Quinn. "Aber er ist clever und versteht, dass es in einer Karriere Veränderungen und Anpassungen gibt."

Fabbri tauscht den Arbeitsplatz mit de la Rose

Nach dem Spiel fädelten Red Wings und Blues ein Tauschgeschäft ein. St. Louis schickte Stürmer Robby Fabbri (23) nach Motor City, dafür wechselte Angreifer Jacob de la Rose (24) von Detroit nach Gateway City.

NHL-Ergebnisse vom Mittwoch, dem 6. November 2019:

New York Rangers - Detroit Red Wings 5:1
Edmonton Oilers - St. Louis Blues 2:5

Christian Rupp