Spektakel auf Schalke - Union vor Hertha

Gladbach festigt Platz 1 - Bayern fertigt BVB ab - Unschönes Ende in Freiburg

Gladbach feiert, Bayern zerlegt den BVB, Stress zwischen Abraham und Streich

Gladbach feiert, Bayern zerlegt den BVB, Stress zwischen Abraham und Streich imago images

Borussia Mönchengladbach hat seine Tabellenführung auch nach dem 11. Spieltag untermauert. Durch einen 3:1-Erfolg gegen Werder Bremen beträgt der Vorsprung auf den neuen Tabellenzweiten Leipzig nunmehr vier Punkte. Durch einen Doppelschlag (Bensebaini, Herrmann) ging Gladbach in Front. Werder traf zum vermeintlichen Anschluss, doch der VAR "fing" den Treffer wieder ein. Werder war jetzt besser drin im Spiel. Keeper Sommer hielt den Hausherren jetzt mehrfach den Vorsprung und parierte unter anderem einen Elfmeter. Nach einer Stunde entschied Herrmann mit seinem zweiten Tor die Partie schließlich. Bittencourt verkürzte sehenswert nur noch auf 1:3. Werder ist damit seit sieben Spielen ohne Sieg.

Wolfsburger Negativserie hält gegen Bayer an

Für reichlich Diskussionen sorgte die Partie zwischen Wolfsburg und Leverkusen. Hier wie dort gab es knifflige Szenen im Strafraum. Und auch der Führungstreffer von Bellarabi war nicht ganz sauber, denn der Toschütze hatte sich zuvor im Mittelfeld gegen Tisserand mit einem Schubser Platz verschafft. Wolfsburg hatte mehr als eine Stunde Zeit, das Ergebnis noch zu korrigieren, hatte aber einfach zu wenige Ideen, um die Werkself ernsthaft vor Probleme zu stellen. In der Nachspielzeit vollendete Paulinho einen Konter zum 2:0-Endstand. Durch den Erfolg feierte Leverkusen nach vier Spielen wieder einen Sieg. Für den VfL war es nach gutem Saisonstart mittlerweile schon das achte Spiel in Serie ohne Sieg.

Bundesliga - Scorer 2019/20
Lewandowski Robert
17
Werner Timo
15
Volland Kevin
10
Bundesliga - 11. Spieltag
Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Bor. Mönchengladbach
25
2
RB Leipzig
21
3
Bayern München
21
Bundesliga - Torjäger 2019/20
Lewandowski Robert
16
Werner Timo
11
Hennings Rouwen
9

Petersen der Matchwinner - Chaos und Doppel-Rot in der Nachspielzeit

Zum Abschluss des Spieltags besiegte der SC Freiburg am Sonntagabend die Eintracht aus Frankfurt mit 1:0. Das knappe Ergebnis verdienten sich die Breisgauer für ihre Geduld, denn die Streich-Elf spielte die komplette zweite Halbzeit nach der Ampelkarte für Gelson Fernandes in Überzahl. Echte Chancen sprangen für die Freiburger aber lange Zeit nicht heraus, vielmehr gestalteten die Hessen die Partie lange Zeit ausgeglichen und verzeichneten insgesamt 17 Torschüsse. In der Schlussphase rutschte dann aber doch eine Günter-Flanke über Waldschmidt durch zu Petersen, der flach und sehr überlegt zum Siegtreffer einschob. Danach erhöhte die Hütter-Elf zwar nochmals das Tempo, und übertrieb es dabei maßlos: Abraham rannte SC-Trainer Streich über den Haufen und sah Rot, der ausgewechselte Grifo griff daraufhin dem SGE-Kapitän ins Gesicht und sah nach VAR-Entscheidung ebenfalls Rot.

Bayern fertigt BVB ab

Borussia Dortmund kam im Topspiel in München am Samstagabend einmal mehr böse unter die Räder. Der BVB legte einen ganz schwachen Auftritt hin und verlor bei dominanten Bayern auch in der Höhe verdient mit 0:4. Es war die sechste BVB-Niederlage in Folge in München. Das Torverhältnis aus den letzten fünf Auftritten: 2:24!

Beim Bundesliga-Debüt von Trainer Hansi Flick brachte Lewandowski den FCB per Kopf in Führung (17.). Was auch immer sich der BVB in der Halbzeit vorgenommen hatte, war nach Gnabrys Tor zum 2:0 schnell hinfällig (49.). Erneut Lewandowski (76., Bundesliga-Saisontor Nummer 16!) und ein Eigentor von Hummels (80.) stellten den 4:0-Endstand her. Bayern geht als Tabellendritter in die Länderspielpause, Dortmund ist Fünfter.

Hennings gleicht auf Schalke dreimal aus

Auf eine derart wilde zweite Hälfte hatte auf Schalke nicht viel hingedeutet: S04 war mit einer verdienten 1:0-Führung (Caligiuri, 33.) in die Pause gegangen, kassierte nach dem Wechsel aber insgesamt dreimal den Ausgleich - und dreimal hieß Fortunas Torschütze Hennings. Der Angreifer glich zunächst vom Elfmeterpunkt (62., nach Handspiel McKennie) aus. Und konterte dann auch die Treffer von Kabak (67.) und Serdar (79.) jeweils sechs Minuten später. Während Schalke damit zu Hause zum dritten Mal in Folge nur unentschieden spielte, startete die Fortuna gut in schwere Wochen mit Duellen gegen Bayern, Hoffenheim, Dortmund und Leipzig.

Mauerfall-Jubiläum: Union siegt auswärts und überholt Hertha

Unterschiedliche Gemütslage bei den Berliner Klubs am 30. Jahrestag des Mauerfalls. Bei Herthas Heimspiel gegen RB Leipzig wurde im Olympiastadion vor dem Anpfiff auf dem Spielfeld symbolisch die Mauer umgestoßen. Hertha, das in Sondertrikots antrat, ging durch einen Mittelstädt-Schuss in Führung (32.). Die zuletzt so formstarken Leipziger kamen jedoch durch einen Elfmeter (Rekik hatte den Ball von Mukiele aus kurzer Distanz an die Hand bekommen) wieder ins Spiel. Werner ließ sich nicht zweimal bitten (38.). Und Rekiks unglücklicher Nachmittag setzte sich fort, als er einen Sabitzer-Schuss unhaltbar für Jarstein ins Tor abfälschte (45.+1). Nach dem Wechsel ließ sich Leipzig, das eine knifflige Szene zwischen Laimer und Stark im RB-Strafraum (73.) schadlos überstand, mit der Entscheidung lange Zeit. Kampl (86.) und Werner (90.+1) besorgten sie schließlich, Selke (90.+2) stellte den 4:2-Endstand her.

Während Hertha also auch sein viertes Bundesliga-Heimspiel gegen Leipzig verlor (5:17 Tore), feierte der 1. FC Union, der am vergangenen Wochenende das Stadtduell für sich entschieden hatte, in Mainz den ersten Bundesliga-Auswärtssieg seiner Vereinsgeschichte. Die 05er hatten zunächst zwar die besseren Chancen, doch Union ging erst durch ein Eigentor von Brosinski in Führung (30.) und legte vor der Pause durch Andersson nach Ecke von Trimmel sogar noch nach (45.+3). Nach dem gleichen Muster fiel das 3:0 kurz nach der Pause (51.). Der FSV bewies Moral, startete seine Aufholjagd (Onisiwo, 81./Brosinski, 90.+4) aber zu spät. Die 2:3-Niederlage ist für den FSV nach dem 0:8 in Leipzig eine weitere bittere Pille. Das Team von Sandro Schwarz rutscht damit auf den Relegationsplatz ab. Ganz anders Union, das jetzt vor Hertha steht.

Nach Gjasulas Elfmeterfehlschuss: Augsburg siegt in Paderborn

Schlusslicht ist weiterhin der SC Paderborn. Der Aufsteiger legte im Kellerduell gegen zuvor sechsmal in Folge sieglose Augsburger einen forschen Beginn hin, belohnte sich jedoch nicht dafür: Koubek hielt den schwach geschossenen Foulelfmeter von Gjasula (7.), Mamba scheiterte frei vor dem Tor am FCA-Keeper (12.). Mit zunehmender Spieldauer wurde der FCA dann stärker - und ging durch einen direkten Freistoß von Max - um den es einige Diskussionen gab - in Führung (41.). Das reichte zum ersten Auswärtssieg für Augsburg.

90.+8! Locadia besiegelt Beierlorzers Schicksal

Aufsteiger Köln und die TSG Hoffenheim eröffneten den 11. Spieltag am Freitagabend dramatisch. In der achten Minute der Nachspielzeit versenkte Sommer-Neuzugang Locadia nach VAR-Einsatz den Elfmeter zum 2:1-Endstand, zuvor hatte Joker Adamyan (48.) die Führung von Kölns Cordoba (34.) ausgeglichen. Die Hoffenheimer Serie bleibt damit am Leben, die TSG hat nun fünf Ligaspiele in Folge gewonnen. Der FC steht derweil auf einem Abstiegsplatz. Die Wende traute man Achim Beierlorzer nicht mehr zu: Am Samstag musste der Trainer gehen, genau wie noch am Vorabend Geschäftsführer Armin Veh.

kon

kicker.tv Hintergrund

Christian Streich erklärt den Abraham-Check

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