Jacksonville Jaguars können wieder auf Top-Neuzugang vertrauen

"Minshew-Mania" hat vorerst Pause: Foles kehrt zurück

Nick Foles ist wieder fit und kann bei den Jacksonville Jaguars wieder eingreifen.

Zurück im NFL-Geschäft: Nick Foles ist gesund und greift wieder bei den Jacksonville Jaguars ein. imago images

In allen neun Saisonspielen hat Gardner Minshew, Sechstrunden-Pick im diesjährigen Draft (178. Stelle), für die Jacksonville Jaguars gespielt - und dabei einen regelrechten Kult entstehen lassen. Knallige Outfits, Schnauzbart, Stirnband und ein Strahlen im Gesicht haben dem 23-Jährigen dabei ebenso geholfen wie durchaus starke Auftritte wie zum Beispiel beim 29:15 gegen die New York Jets in Week 8 (279 Yards, drei Touchdowns).

Fünf Spiele hat Minshew aber auch verloren. Nach dem jüngsten 3:26 gegen die Houston Texans (309 Yards, kein Touchdown, zwei Interceptions, zwei Fumbles) rückt der Spielmacher, der sich im Anschluss an diese Partie deutlich äußerte ("Das kotzt mich an, das war heute kein Spaß"), nun definitiv wieder ins zweite Glied. Denn: Nick Foles, der als großer Hoffnungsträger in der Offseason von den Philadelphia Eagles gekommen war und sich direkt im ersten Spiel gegen die Kansas City Chiefs bei einem TD-Pass das Schlüsselbein brach, ist wieder fit und greift nach der kommenden Pause bei den Indianapolis Colts (17. November) wieder aktiv ein.

"Ich habe versucht, dass Houston-Spiel bei meiner Entscheidung auszuklammern"

Das hat das Franchise aus dem Nordosten Floridas am Dienstag (Ortszeit) offiziell gemacht. "Es ging für mich bei der Entscheidung darum, darauf zurückzublicken, was wir alles investiert haben, um die Offense für Nick Foles auszurichten", wird Head Coach Doug Marrone dabei zitiert. "Deswegen setzen wir auf jetzt wieder auf seine Erfahrung und darauf, was er leisten kann. Das gibt uns, denke ich, aktuell bessere Chancen, Spiele zu gewinnen."

Gardner Minshew macht wieder Platz für Nick Foles.

Ablösung: Gardner Minshew macht bei den Jacksonville Jaguars ab sofort wieder Platz für Nick Foles. imago images

Bei der Entscheidung machte der Trainer auch nicht den jüngsten Auftritt von Minshew gegen Houston im Londoner Wembley-Stadion verantwortlich - schließlich habe der Nachwuchsmann insgesamt solide Zahlen hingelegt: 2285 Yards, 13 TD-Pässe bei vier Interceptions und elf Fumbles (aktueller Negativwert der NFL, acht davon verloren).

"Ich habe versucht, dass Houston-Spiel bei meiner Entscheidung auszuklammern", so Marrone. "Das ist wichtig, denke ich. Emotionen haben hier nichts verloren, es geht um die reine Arbeit über den gesamten Zeitraum. Und hier hat er einen guten Job gemacht. Ich sehe ihn inzwischen ganz anders als noch vor seinen Einsätzen - und zwar positiv." Doch noch positiver sei das Gefühl eben mit Foles, der mit erst 30 Jahren noch länger erfolgreich spielen soll - und schließlich auch schon einmal den Super Bowl gewonnen hat.

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