Champions League, 4. Spieltag

BVB jubelt nach 0:2 - Wildes Spiel mit Chelsea und Ajax

Achraf Hakimi

Doppelpack: Achraf Hakimi. imago images

Gruppe F: Barcelona patzt

Mit einer echten Überraschung ging der 4. Spieltag los. Denn der FC Barcelona kam gegen Slavia Prag, das schon bei Inter ein Remis (1:1) holte, nicht über ein 0:0 hinaus. Messi hatte zwar einige gute Möglichkeiten, darunter ein Lattenkracher, doch der haushohe Favorit zeigte über weite Strecken einen pomadigen Auftritt. Der einzige Treffer von Vidal, wurde wegen knapper Abseitsposition zurecht nicht anerkannt. Dennoch bleiben die Katalanen mit acht Punkten vorerst Spitzenreiter.

BVB dreht nach 0:2 gegen Inter auf

Nach dem packenden 3:2-Sieg nach 0:2-Rückstand gegen Inter klettert Dortmund auf Platz zwei. Schon nach fünf Minuten musste der BVB einem Rückstand hinterherlaufen, weil Hummels zuvor Martinez hinterherlief und den Stürmer auf seinem langen Weg zum 1:0 über den halben Platz nicht aufhalten konnte. Allerdings hatte sich der Argentinier durch einen Schubser gegen Akanji einen kleinen Vorteil verschafft. Der BVB blieb eine Antwort schuldig und Inter legte nach. Vecino beendete einen schönen Spielzug zum 2:0 für die Italiener. Doch Hakimi vertagte die Entscheidung, denn nach dem Wechsel verkürzte er. Als Brandt das 2:2 glückte war endgültig Feuer drin und Hakimi stellte das Ergebnis aus Hälfte eins endgültig auf den Kopf: 3:2.

Gruppe G: Leipzig hat das Achtelfinale vor Augen

Nach dem 2:0-Sieg bei Zenit St. Petersburg hat RB Leipzig als Spitzenreiter mit neun Punkten alle Trümpfe in der Hand, um in den verbleibenden zwei Spielen das Achtelfinale endgültig klarzumachen. Leipzig war in der ersten Hälfte schon das bessere Team, ging durch Halstenberg sogar in Führung. Doch der VAR schaute genau hin und sah in der Entstehung des Treffers ein Handspiel. Durch ein Tor von Demme kurz vor dem Wechsel ging Leipzig dennoch mit einer 1:0-Führung in die zweite Hälfte. Nach einer Stunde durfte auch der müde und leicht angeschlagene Werner ran und leitete direkt Sabitzers Treffer zum 2:0-Endstand ein. Jetzt fehlt nur noch ein Punkt für die nächste Runde.

Lyon nutzte die Niederlage der Russen und klettert in der Gruppe nach dem 3:1-Erfolg gegen Benfica Lissabon auf den zweiten Platz. Die Franzosen erwischten einen Traumstart. Andersen traf nach einem Freistoß per Kopf zum 1:0. Depay legte nach einer halben Stunde nach. Der Anschlusstreffer von Seferovic kam für die Portugiesen zu spät. Traoré setzte den Schlusspunkt zum 3:1.

Gruppe E: Liverpool überholt Neapel

Nach dem Fehlstart in die CL-Saison (0:2 bei Napoli) ist der FC Liverpool wieder in der Spur und hat nach dem 2:1-Erfolg gegen Genk jetzt neun Punkte auf dem Konto. Wijnaldum erzielte die frühe Führung für die Reds. Dennoch hieß es nach 45 Minuten nur 1:1, weil die Belgier ihre einzige Chance durch Samatta nach einer Ecke zum 1:1 nutzten. Die Hoffnung auf eine Überraschung wurde von Oxlade-Chamberlain nach der Pause wieder zunichtegemacht.

Die wundersame Geschichte um Salzburgs Teenager Haaland wurde in Neapel um ein weiteres Kapitel ergänzt. Nach elf Minuten erzielte der Norweger in seinem vierten Spiel bereits seinen siebten (!) Treffer in der Champions League. Doch danach war vor allem Napoli am Drücker und Lozano erzielte per trockenem Flachschuss das verdiente 1:1. Dabei blieb es bis zum Ende, womit sich Liverpool in der Tabelle an Napoli vorbeischob.

Gruppe H: Denkwürdiges 4:4 an der Stamford Bridge

In Gruppe H lieferten sich Chelsea und Ajax Amsterdam ein denkwürdiges Duell, das am Ende 4:4 ausging. Der Auftakt war bereits turbulent und Ajax führte nach einem Freistoß von Promes sofort. Im Gegenzug gab es direkt Elfmeter und Jorginho glich nach vier Minuten zum 1:1 aus. Verschnaufpause? Kurz. Aus fünf Metern köpfte Promes die Niederländer nach 20 Minuten erneut in Front. Der Takt blieb hoch: Chelsea-Keeper Kepa köpfte sich nach einem herrlichen Freistoß an den Pfosten den Ball zum 1:3 selbst ins Tor. Drei Gegentore in einer Halbzeit kassierte Chelsea in der Champions League überhaupt noch nie. Van de Beek brachte die Stamford Bridge mit dem 4:1 aber nur kurz zum Schweigen. Nur kurze Zeit später stand es tatsächlich 4:4. Ajax hatte zwischenzeitlich zwei Ampelkarten und einen Elfmeter kassiert. Die Blues kratzten am fünften Treffer, aber die Gäste retteten immerhin einen Punkt - auch dank VAR.

Valencia lag gegen Lille zwar zunächst in Rückstand, gewann nach einer furiosen Schlussphase aber am Ende doch mit 4:1. Damit ist in der Gruppe alles offen. Ajax, Chelsea und Valencia haben allesamt sieben Punkte auf dem Konto.

tru

Bilder zur Partie Borussia Dortmund - Inter Mailand